Exklusiv: Wie sich Eckart von Hirschhausen vom ARD-Unterhalter zum Umweltschutz-Journalisten wandelt

 

Wissenschaftsjournalismus mit "Aha-Effekt": Eckart von Hirschhausen will ab sofort in der prominent platzierten Mini-Sendung "Wissen vor acht - Erde" mittwochs vor der "Tagesschau" aufrütteln. Im Exklusiv-Interview sagt er, wie er sich als Journalist nun sieht und was in der Corona-Debatte medial falsch lief.

kress.de: Herr von Hirschhausen, den Nachrichtenblock um 20:00 Uhr dominieren aktuell viele furchterregende Kriegsnachrichten. Wie groß ist Ihre Sorge, dass Ihr spannendes, aber sehr kurze Format, das ganz andere wesentliche Weltproblem berührt, vielleicht untergehen könnte dieser Tage?

Eckart von Hirschhausen: Die Folgen, mit denen wir heute die Staffel starten, sind alle vor dem Krieg produziert worden. Und klar, auch mich nehmen die aktuellen Geschehnisse sehr mit, wie viele Menschen weltweit. Wissen vor 8 hat aber schon immer etwas Zeitloses, Allgemeingültigeres und ist in dem Werbeumfeld mit etwas Abstand vor der abendlichen "Tagesschau" ein gelerntes Element im Ersten. In der Kürze der knapp drei Minuten sehe ich die enorme Chance, auch Menschen zu erreichen, die nicht gezielt einschalten, um etwas über "planetare Gesundheit" zu erfahren, sprich über den engen Zusammenhang von unserer menschlichen Gesundheit und der Gesundheit unserer Erde, sprich unserer aller Lebensgrundlage. Wir machen ein unpolitisches und wissenschaftsjournalistisches kleines Format mit Aha-Effekt. Im besten Fall geht der Zuschauer dann mit einer frisch vernetzten Synapse mehr dann in die Tagesschau, und sieht, wie wir gerade wirklich viele Krisen gleichzeitig zu bewältigen haben. Und da muss ich gar nicht pathetisch werden: Die Gesundheit des Planeten betrifft unser aller Überleben.

"Offenbar haben wir mental immer nur im Kopf Platz für eine Krise, mit der wir uns aktuell beschäftigen."

kress.de: Denken da die Zuschauerinnen und Zuschauer aber aktuell nicht eher an die Ukraine als ans Weltklima?

Eckart von Hirschhausen: Ja klar. Offenbar haben wir mental immer nur im Kopf Platz für eine Krise, mit der wir uns aktuell beschäftigen. Das sieht man auch daran, dass kaum mehr über Corona gesprochen wird. Wir sind in sehr unsicheren Zeiten angekommen, das macht es umso schwerer den Überblick zu behalten und thematische Prioritäten zu setzen. Krise ist das neue Normal. Und wenn ein Patient eine lebensbedrohliche Erkrankung hat, dann rede ich doch auch nicht über seinen Fußpilz mit ihm, sondern über das, was jetzt überlebenswichtig ist. Vor zehn Tagen erschien der IPCC Bericht des Weltklimarates, das wurde kaum wahrgenommen. Wenn ich die Arbeit der vielen daran beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in drei Worten zusammenfassen müsste: Scheiße, Scheiße, Scheiße! Das ist normalerweise nicht meine Ausdrucksweise, aber vielleicht hilft es zu verstehen, dass wir auch ohne Krieg bereits in einer lebensbedrohlichen Lage waren und sind.

"Wie viele 'Jahrhundertereignisse' brauchen wir denn noch, um zu verstehen, dass dieses Jahrhundert fundamental anders ist?"

kress.de: Sie spielen auf den aktuellen Weltklimabericht der UN an.

Eckart von Hirschhausen: Ja, genau. Das ist eine enorm wichtige Bestandaufnahme, die nur alle sechs Jahre erfolgt und eben wieder veröffentlich wurde. Der gemeinsame Nenner ist die Verletzlichkeit von uns Menschen, und das sehr kleine Zeitfenster, in dem wir noch etwas zur Anpassung an die Folgen und gegen die Überhitzung tun können. Wir machen uns zu wenig Gedanken darüber, wie schnell Dinge kippen, die wir für selbstverständlich halten, auch wenn es viele warnende Stimmen gab. Wie viele "Jahrhundertereignisse" brauchen wir denn noch, um zu verstehen, dass dieses Jahrhundert fundamental anders ist? Dabei haben wir ja erst 22 Jahre davon erlebt. Es ist heute klar, dass dreieinhalb Milliarden Menschen dort, wo sie jetzt wohnen, als extrem verletzlich gelten. Was dadurch noch an sozialen Konflikten auf uns zukommt, wenn wir nicht handeln, ist für mich auch ein starker Motivator zu sagen: Lass uns doch alles, was die Wissenschaft heute weiß, auch wirklich verständlich darstellen. Und das machen wir.

kress.de: Gesundheit und das Wohlergehen unseres Planeten Erde, so muss man schlussfolgern, wenn man Ihre Sendungen sieht, sind eng miteinander verknüpft. Wird denn so kurzes Format der Ernsthaftigkeit und der Vielschichtigkeit des Themas überhaupt gerecht?

Eckart von Hirschhausen: Das 15 Minuten-Format um 20:00 Uhr war ja schon besetzt (lacht). Es ist doch toll, wenn Menschen, die auf die Nachrichten des Tages warten, ab jetzt jeden Mittwoch kurz vor 8 eine Idee bekommen von globaleren Zusammenhängen, angefangen von der Erde unter unseren Füßen bis hin zum Himmel über uns, und unserem Beitrag. Ich lerne selber mit jeder Folge etwas dazu. Hätten sie gewusst, dass Teile von unserem Reifenabrieb sogar in der Antarktis landen und dort die Eisschmelze beschleunigen? Das in einer Handvoll fruchtbarer Erde mehr Mitbewohner leben als es Mitmenschen auf der Welt gibt? Oder wie Meerschweinchen helfen können, die Welt zu retten? Für mich erfüllt sich mit diesem Format ein Traum, denn seit drei Jahren engagiere ich mich auf vielen Ebenen für das Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Gesundheit. Damit haben wir auch im Ersten eine Alleinstellung, weil es zwar schon viele Gesundheitsformate und auch viele Umweltthemen gibt, aber die Vermittlung der Vernetzung und Querverbindungen ist meine Spezialität und mein Herzensanliegen. Auf einen Satz gebracht: Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.

kress.de: Wie gehen Sie bei der Themenfindung für die Sendung vor?

Eckart von Hirschhausen: Es gibt eine tolle Redaktion, bei der auch erfahrene Wissenschaftsredakteurinnen und Wissenschaftsredakteure aus dem "Quarks"-Kosmos mit jungen Kreativen aus anderen Bereichen zusammenarbeiten. Ich genieße den Austausch, bringe Vorschläge aus meiner Arbeit mit ein und die besten Ideen werden dann umgesetzt, textlich wie grafisch. An dem Konzept "Kommt eine Erde zum Arzt" mag ich, dass die Fragen möglichst nah an den Zuschauern sind, die ja alle nach Orientierung in dieser verrückten und komplexen Welt suchen.

kress.de: Sie sprechen die Verständlichkeit an: Wie schwer fällt es Ihnen, ein tatsächlich doch sehr großes Thema jeweils in eine so kleine Form runterzubrechen: Wie sehr schmerzt es, wenn man stark vereinfachen und Aspekte weglassen muss?

Eckart von Hirschhausen: Das hab ich ja zum Glück gelernt, und bin damit nicht allein. Ich habe Medizin und Wissenschaftsjournalimus studiert, bin seit über 30 Jahren als Bühnenkünstler, Moderator und Autor ja genau damit beschäftigt, Dinge auf den Punkt oder auf Pointe zu bringen. Es ist doch die hohe Schule, Dinge in ihrer Komplexität verständlich zu machen. Aber ich bin nicht oft nicht nur der Moderator, sondern auch der Impulsgeber. Ich denke, man spürt, dass die Themen wirklich eine Leidenschaft von mir sind. Und ich freue mich, dass die ARD nach der ersten Testphase in der Themenwoche uns jetzt beauftragt hat, das ganze Jahr über frisch und regelmäßig wöchentlich zu senden.

kress.de: Was hat die ARD-Programmverantwortlichen wohl überzeugt?

Eckart von Hirschhausen: Die Aktualität und Brisanz unserer Themen. Vielleicht auch die Diskussion um Klima vor 8 bei RTL und die Prominenz, mit der das ZDF durch Harald Lesch, Dirk Steffens und Mai Thi Nguyen-Kim ihre bekanntesten Wissenschaftsgesichter mit Klima, Artenvielfalt und einer neuen Generation verbindet. Für mich ist das auch im Kern ein öffentlich-rechtliches Thema, auch in den sozialen Medien. Wir werden jetzt dieses Jahr 35 neue Folgen senden. Es ist toll, dass die Menschen, die sich mit solchen Inhalten beschäftigen wollen, nicht nur live im Programm, sondern dann auch in der Mediathek jede Woche eine neue Folge finden.

"Die WDR-Maus ist für mich bis heute ein großes Vorbild. Sie stellt wie ich eine einfache Frage. Und man geht aus der Sendung raus mit dem guten Gefühl, etwas verstanden zu haben."

kress.de: Man kennt Sie im ARD-Umfeld ja auch aus Ihren beiden großen Unterhaltungssendungen. Wie viel kann man beim Zuspitzen, Vereinfachen und Erklären von den redaktionellen Praktiken der "Frag doch mal die Maus“-Redaktion lernen?

Eckart von Hirschhausen: Die WDR-Maus ist für mich bis heute ein großes Vorbild. Sie stellt wie ich eine einfache Frage. Und man geht aus der Sendung raus mit dem guten Gefühl, etwas verstanden zu haben. Dadurch hat das auch einen hohen Wert zum Merken und Weitererzählen. Ich will ja selber auch erstmal die Dinge verstehen, und bin neugierig wie ein Kind. Wie laut ist es unter Wasser? Wieviel heißer ist 1,5 Grad eigentlich? Und was hilft gegen rülpsende Kühe? Das hat immer auch was komisches, bei allem Ernst. Deshalb steckt in all meinen Sendungen auch viel von meiner eigenen Persönlichkeit, auch als Bühnenkünstler.

kress.de: Wie meinen Sie das?

Eckart von Hirschhausen: Ich nenne es gerne die Kombi von Aha- und Haha-Erlebnis. Wenn einem plötzlich etwas klar wird, ist das wie bei einem guten Witz, eine Überraschung oder eine Pointe. Im Sinne von: Ach, so kann man das auch sehen, oder das habe ich ja noch gar nicht gewusst! Ein Lieblingsbeispiel: Können Meerschweinchen die Welt retten? Meine Antwort lautet: durchaus! In der entsprechenden Wissen-Folge geht es darum, dass auch Haustiere einen ökologischen Fußabdruck haben. Große Teile der Fleischproduktion werden weltweit nur als Futter für andere Tiere verwendet.

kress.de: Ui, brisantes Thema.

Eckart von Hirschhausen: Es ist wahrscheinlich die Folge mit dem größten Shitstorm-Potenzial. Und ich glaube auch, dass die Werbung nach dieser Folge nicht unbedingt von Katzenfutter-Herstellern gebucht wird. Das ist mir dann aber auch wurst. Obwohl "Wurst" in diesem Zusammenhang auch lustig wäre. Kurzum: Wir schlagen Brücken von Alltagsfragen hinzu großen Fragen und wieder zurück zur Lebenswirklichkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wetterextreme sind nicht nur für Eisbären gefährlich, sondern für uns alle Menschen. Der Refrain meiner Sendung ist: "Bleiben Sie gesund und geerdet". Damit meine ich: die Erde gibt uns ohne Rechnung Wasser, Luft, Pflanzen und erträgliche Temperaturen. Wenn wir das aber nicht "einpreisen", dann ist das plötzlich weg, und mit keinem Geld der Welt und keiner Erfindung der Welt wieder rückgängig zu machen.

kress.de: Ist das nicht eine Binsenweisheit?

Eckart von Hirschhausen: Mag sein. Haben Sie "Don't look up" gesehen?

"Für die Zukunft der Menschheit auf dem Planeten sind die Entscheidungen, die wir in den kommenden zehn Jahren treffen, von entscheidender Bedeutung. Es ist schon zu viel Zeit verstrichen."

kress.de: Klar.

Eckart von Hirschhausen: Bei dem Film blieb mir das Lachen im Hals stecken, weil er als Satire so sehr das trifft, was ich auch erlebe: selbst wenn Dinge offensichtlich sind, gelingt es oft nicht, das medial rüberzubringen und vor allem endlich danach zu handeln. Für die Zukunft der Menschheit auf dem Planeten sind die Entscheidungen, die wir in den kommenden zehn Jahren treffen, von entscheidender Bedeutung. Es ist schon zu viel Zeit verstrichen. Seit 50 Jahren gibt es den Bericht des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums. Die Klimakrise, die Pandemie, das Artensterben sind drei existentiell bedrohliche Krisen der Menschheit – alles Katastrophen mit Ansage. Die Älteren unter uns erinnern sich an die ersten autofreien Sonntage, ich habe in der Schule bereits Referate über sauren Regen, Plastikmüll und die Vorteile des Tempolimits gehalten, die Themen sind nicht neu, aber immer noch aktuell. Je länger wir zu wenig dagegen unternehmen, desto heftiger und bald unwiderruflich zahlen wir und die nächsten Generationen mit unserer Gesundheit den Preis.

kress.de: Wann haben Sie zuletzt selbst etwas dazugelernt bei der Vorbereitung der Sendungen?

Eckart von Hirschhausen: Eine meiner Lieblingsfolge ähnelt ein wenig den Maus-Fragen. Sie lautet: Steht der Regenwald dort, wo es viel regnet, oder regnet es dort viel, weil dort viel Wald steht.

kress.de: Und die Antwort?

Eckart von Hirschhausen: Es regnet viel wegen des vielen Walds. Bäume senden bestimmte Stoffe aus, an denen Wasserdampf dann kristallisieren und kondensieren kann. Man muss also klar sehen: Wenn der Wald weg ist, ist auch der Regen weg. Und der Amazonas ist einer der Kipppunkte der planetaren Gesundheit, der ganz aktuell gefährdet ist. Das wusste ich in dieser Drastik gar nicht. Sven Plöger, der ARD-Meteorologe, mit dem ich befreundet und mit dem ich mich eng austausche, hat mir das deutlich gemacht.

kress.de: Kollegen-Austausch!

Eckart von Hirschhausen: Ja, es gibt in der ARD ja ziemlich viele spannende Einzelpersonen, die auch als Fachleute genau diese Themenfelder besetzen können. Umso glücklicher bin ich, dass ich mit der ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, meinem WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn und vielen weiteren engagierten Menschen in sehr konstruktiven Gesprächen bin zu Themen, Persönlichkeitsmarken und neuen Formaten.

"Wegen des Gebotes der 'Balance' werden Talkshows oft ja auf möglichst diversen Meinungen - bis hin zu erhofften Streitigkeiten unter den Gäste - hin besetzt."

kress.de: Zuletzt war wissenschaftliches Informieren in Corona-Zeiten natürlich stark nachgefragt – auch im Fernsehen. Allerdings stieß die Vermittlung – nach den üblichen redaktionellen Methoden von TV-Journalismus – oft an Grenzen. Wie sehr hat Ihnen da das Herz geblutet, wenn in Talkshows eigentlich fundierte Fakten "zerredet" wurden?

Eckart von Hirschhausen: Was Sie ansprechen, ist ein großes Thema und ein echter Brocken für viele Seminararbeiten in der Kommunikationswissenschaft. Wegen des Gebotes der "Balance" werden Talkshows oft ja auf möglichst diversen Meinungen - bis hin zu erhofften Streitigkeiten unter den Gäste - hin besetzt. Als Wissenschaftsjournalist möchte ich das rüberbringen, was gesichert ist. Deswegen hat es mich tatsächlich geschmerzt, wenn Dinge, die eigentlich fachlich ziemlich klar sein sollten, nicht in der Klarheit vermittelt werden konnten. Wegen vermeintlicher Ausgewogenheit kam dann meist sogar noch eine absolute Außenseitermeinung zu Wort. Bei Corona-Themen! So ein Vorgehen rächt sich schwer.

kress.de: Inwiefern?

Eckart von Hirschhausen: Es ist gefährlich. Weil man den Zuschauern das Gefühl gibt: Die sind sich ja selber nicht einig! Im politischen Diskurs ist es natürlich völlig richtig, genau so vorzugehen. Im wissenschaftlichen Kontext führen solche Sendungen aber zu einer Verzerrung der Realität. Deswegen konzentriere ich mich ja auch in den Folgen auf die Dinge, die man gut vermitteln kann. Was die Schlussfolgerung daraus politisch bedeutet, mögen die Leute dann bitte in der „Tagesschau“ weiterverfolgen. Das liegt dann nicht mehr in meiner Verantwortung. Aber ich finde wichtig, dass die Wissenschaft klare Aussagen liefert. Und die Politik auf Wissenschaft hört. Die Länder, die das getan haben, sind am besten durch die Coronakrise. Und das gilt auch für die Klimakrise. Die Ideen, die Lösungen, die Anpassungsmassnahmen liegen auf der Hand. Und die müssen in ihrer Dringlichkeit dann auch in der Politik ankommen. Wir haben lange genug wertvolle Zeit verplempert bei der Gesundung des Planeten.

"Ist man schon Aktivist, wenn man nicht weiter passiv sein will?"

kress.de: Klingt ja fast, als wären Sie jetzt noch zum Aktivisten geworden?

Eckart von Hirschhausen: Ist man schon Aktivist, wenn man nicht weiter passiv sein will? Ich darf seit zwölf Jahren im Ersten Unterhaltung machen. Das mache ich sehr gerne und liebe es. Aber die Welt ist eine andere als vor zwöf Jahren, und ich doch auch! Ich war immer schon ein vielseitiger Mensch, mit Standbein und Spielbein, Neugier und dem Wunsch, Dinge weiterzuentwickeln. Die Menschen unterscheiden nicht nach „E“ und „U“, sie unterscheiden zwischen authentisch oder aufgesetzt, langweilig oder interessant. Warum sollte ich mich verhalten wie so ein Schlagersänger, der einmal mit einem Hit auf Platz eins gelandet war, und dann genau auf dieser Schiene immer so weitermacht? Ich habe mich weiterentwickelt und - Gott sei dank - die ARD mit mir. Ich freue mich, dass ich Samstagabendunterhaltung machen kann, wo wir beim Quiz des Menschen ja auch ernste Themen aufgreifen.Ich rede mit Promis über Hate und Depression, mit dem Comedian Carljosef über Muskelschwund und mit einem Topmodel über Endometriose. Macht sonst keiner in der Primetime. Aber Quatsch machen muss man auch, Sinn und Unsinn, Relevanz und Firlefanz. Alles zu seiner Zeit und in unterschiedlichen "Darreichungsformen". Deshalb wird es auch noch weitere neue Formate in diesem Jahr geben.

kress.de: Was genau?

Eckart von Hirschhausen: Das darf ich noch nicht verraten. Aber man darf gespannt sein. Die Themen brennen mir auf den Nägeln. Langweilig wird es mir nicht so schnell, und den Zuschauern hoffentlich auch nicht. Für die machen wir das ja schließlich!

Hintergrund: Die ARD-Sendung "Wissen vor acht - Erde" mit Eckart von Hirschhausen läuft ab sofort mittwochs um 19.45 Uhr. Das von RTL schon im Juli vergangenen Jahres gestartete "Klima Update" ist aktuell für den renommierten Grimme-Preis nominiert.

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