Top-Neuzugänge von der SZ: Wie Steffen Klusmann mit Bastian Obermayer & Frederik Obermaier die Spiegel-Investigation verstärkt

10.03.2022
 

Sie sind bekannt durch globale Recherchen wie die "Panama Papers" oder das "Pegasus Projekt". Künftig werden Bastian Obermayer (Foto) und Frederik Obermaier ihre Arbeiten im Spiegel veröffentlichen. Wie wichtig die beiden Star-Journalisten von der SZ für Chefredakteur Steffen Klusmann sind, zeigt eine interne Mail, die kress.de vorliegt.

"Wir freuen uns sehr, mit Bastian Obermayer und Frederik Obermaier zwei der besten investigativen Journalisten Deutschlands an uns zu binden. Mit ihrer Neugier, ihrem journalistischen Verständnis und ihrer internationalen Vernetzung passen sie hervorragend zum Spiegel", so Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann.

Klusmann will mit den beiden Top-Neuzugängen von der SZ die Position des Spiegel als führendes deutschsprachiges Magazin für investigativen Journalismus stärken und stellt dafür auch die entsprechenden Strukturen neu auf:

Nach kress-Informationen soll künftig ein Koordinator sämtliche großen Rechercheprojekte im Haus begleiten und steuern, den Kontakt zum Team Obermayer/Obermaier halten und die beiden in der Spiegel-Redaktion vernetzen.

Zugleich will Klusmann den investigativen Gedanken wieder stärker im ganzen Spiegel verankern. Die bisherigen Mitglieder des Investigativ-Teams sollen künftig Stammressorts zugeordnet und dort thematisch verankert werden. "Natürlich wollen wir ihre investigative Erfahrung weiterhin nutzen, d.h. sie werden bei großen Projekten ressortübergreifend eingesetzt", teilt Klusmann in einer internen Mail mit, die kress.de vorliegt. Weiter heißt es darin: "Der Koordinator stellt sicher, dass wir nicht aneinander vorbei arbeiten und dass für wichtige Projekte ausreichend Ressourcen bereit stehen."

Rafael Buschmann wird als Reporter Investigativ an die Chefredaktion angedockt und soll sich wie bisher auch besonderen Stoffen widmen. "Natürlich nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen, die investigativ arbeiten. Er hat in den letzten Jahren bewiesen, wie gut er das kann", erklärt Klusmann in der internen Mail - und schließt mit dem Satz: "Wir als Chefredaktion freuen uns auf die neue Zeit, auf spannende Projekte und ordentlich Knaller für unseren Laden."

Bastian Obermayer und Frederik Obermaier sagen zu ihrer neuen Aufgaben: "Nach zusammen mehr als 30 fantastischen Jahren bei der Süddeutschen Zeitung und dem SZ-Magazin freuen wir uns auf Veränderung - und speziell auf den Spiegel, der wie nur wenige andere Medienhäuser weltweit für aufwändige Recherchen mit Wucht und Impact steht."

Zur Person: Bastian Obermayer (44) ist seit 2018 Ressortleiter Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung. Er absolvierte die Deutsche Journalistenschule, zuvor studierte er Politik, amerikanische Kulturgeschichte und Geschichte. Er war sieben Jahre Redakteur beim Magazin der Süddeutschen Zeitung, seit 2012 arbeitete er als Redakteur im Investigativressort der SZ.  

Frederik Obermaier (38) ist seit 2021 stellvertretender Leiter des Ressorts Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung. Er ist Mitglied im Netzwerk Recherche, dem Forbidden Stories-Netzwerk, dem International Consortium of Investigative Journalist sowie Mitgründer des Anti Corruption Data Collective. 

Hintergrund: Gemeinsam initiierten und koordinierten Obermayer und Obermaier die internationalen Rechercheprojekte "Panama Papers", "Paradise Papers" und zuletzt "Suisse Secrets". Für die "Panama Papers" wurden sie unter anderem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Das Team der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte gemeinsam mit dem Spiegel die Recherche über ein heimlich aufgenommenes Video, das den damaligen österreichischen Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache innerhalb von nicht einmal 24 Stunden zum Rücktritt zwang.  Über die sogenannte Ibiza-Affäre und die "Panama Papers" haben Obermayer und Obermaier internationale Bestseller geschrieben. Das Buch "Die Ibiza-Affäre - Innenansichten eines Skandals" wurde zuletzt von Sky verfilmt.

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