Warum die Medienanstalten jetzt bundesweit auf Künstliche Intelligenz setzen

08.04.2022
 

Die Medienanstalten in Deutschland setzen bei ihrer Arbeit ab sofort auf künstliche Intelligenz. Eine für Nordrhein-Westfalen entwickelte Software wird ab sofort bundesweit eingesetzt. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, über die Vorzüge des Tools.

"Durch automatisiertes Monitoring von Social-Media-Plattformen und Webseiten werden potenzielle Rechtsverstöße identifiziert und zur Prüfung durch die Mitarbeitenden der Aufsicht vorbereitet", teilt die NRW-Medienaufsicht mit.

"Der Einsatz künstlicher Intelligenz ermöglicht eine Medienaufsicht, die menschliche Expertise und höchste technologische Standards vereint. Um beides zu erreichen: den Schutz vor Rechtsverstößen und damit die Sicherung der Meinungsfreiheit", sagt Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, über die deutschlandweite Anwendung des Tools. Mit Hilfe der Software werden täglich mehr als 10.000 Seiten automatisch auf Rechtsverstöße geprüft. Die Zahl der Strafanzeigen hätten sich demnach im Vergleich zu vergleichbaren Bearbeitungszeiträumen verdoppelt.

Nach Angaben der Medienanstalt NRW wird durch die Software auch die psychische Gesundheit der Mitarbeiter geschont. Das Risiko unvermittelt auf belastende Inhalte zu stoßen, werde minimiert. Potenzielle Verstöße werden automatisch Kategorien zugeordnet und zunächst unscharf dargestellt. 

Tipp: Wie Verlage KI heute schon nutzen: Ippen-Digital-CTO Markus Fanz ist begeistert von den neuen Möglichkeiten. 20 Anwendungen zu KI & Automatisierung in den Medien, die Führungskräfte kennen sollten. Jetzt im aktuellen kress pro - dem Magazin für Führungskräfte in Medien.

 

Sie möchten exklusive Medienstorys, spannende Debatten und Top-Personalien lesen? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen kressexpress. Jetzt für den täglichen Newsletter anmelden.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.