RTL+: Was Matthias Dang und Stephan Schäfer sich von der Plattform erhoffen

 

Matthias Dang und Stephan Schäfer, die Chefs von RTL Deutschland, trommeln in einem Unternehmens-Podcast kräftig für die Streaming-Plattform RTL+. Dafür gebe es "kein Role-Model in der ganzen Welt", sagt Dang.

RTL+, ehemals TVNow, soll im zweiten Halbjahr 2022 in neuer Form an den Start gehen. Neben Filmen, Videos und dem TV-Programm von RTL soll es dort etwa auch Hörbücher und das Gruner+Jahr-Angebot geben. Laut Thomas Rabe, Chef des RTL-Mutterunternehmens Bertelsmann, hatte RTL+ Ende Februar schon 4,2 Millionen zahlende Abonnenten.

Die RTL+-App werde "etwas Uniques" sein, verspricht im Bertelsmann-Business-Podcast jetzt Dang. 350 Menschen arbeiteten derzeit daran. Das Vorhaben hätte man ohne die Übernahme von Gruner+Jahr durch RTL nicht umsetzen können, argumentierte sein Kompagnon Stephan Schäfer: "Allein hätten wir es nicht geschafft, ein Produkt gegen Netflix, Amazon und Disney in den Markt zu bringen." Man plane keine Produktionen für die Welt, werde mit einem vorwiegend nationalen Angebot aber gewiss seinen Platz neben Netflix & Co. finden.

RTL+ soll sich durch Abos und Werbeeinnahmen finanzieren. In dieser Strategie fühlen sich Dang und Schäfer durch die jüngsten Ankündigungen von Disney und Netflix bestätigt, Werbung zuzulassen bzw. das zu erwägen.

Schäfer ging in dem Podcast auch auf die Erweiterung von Gruner+Jahr-Marken ins TV ein. Es wäre "verrückt", nicht den Versuch zu machen, Lücken im Programm durch die "ikonenhaften Marken" des ehemaligen Zeitschriftenhauses zu schließen, sagte er. Mit einzelnen Vorhaben werde RTL sicherlich scheitern, in der Summe rechne er aber fest mit einem Erfolg.

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