FAZIT-Stiftung der FAZ: Justus Haucap scheidet aus dem Kuratorium aus

 

Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap, der wegen eines umstrittenen Gastbeitrags über den den Fahrdienstleister Uber in die Schlagzeilen geraten war, stellt seiner Geschäftsansteile an der FAZIT-Stiftung zur Verfügung. Er zieht sich aus dem Gremium zurück, das die Unabhängigkeit der Zeitung absichern soll.

Die FAZ betont, dass der renommierte Ökonom, Professor für Volkswirtschaftslehre und lange Dekan der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Düsseldorf, erst seit 2016 Mitglied in der FAZIT-Stiftung ist. Der Gastbeitrag erschien vor seinem Kuratoriumsmitgliedschaft - bereits im Jahr 2014.

"Die mediale Berichterstattung brachte diesen Text kürzlich in Zusammenhang mit Lobbyarbeit für das Unternehmen Uber, die nicht offengelegt worden sei", heißt es in der FAZ. Haucap selbst hatte die Vorwürfe bestritten.

"Die Mitglieder des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung sind Haucap für seine engagierte Mitarbeit und Unterstützung dankbar", heißt es nun.

Hintergrund: Die FAZIT-Stiftung besteht seit 1959 und hält die Mehrheit der Anteile an der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Sie soll für die Sicherung der Unabhängigkeit der bei den Tochtergesellschaften der Stiftung erscheinenden Zeitungen sorgen. Außerdem unterstützt sie unter anderem Museen sowie Hochschulen und vergibt Stipendien. Wichtigste Aufgabe: Die FAZIT-Stiftung stellt den Jahresabschluss sicher, beschließt über die Verwendung des Ergebnisses und überwacht die Geschäftsführung der FAZIT-Stiftung. Haucap hielt bislang einen Gesellschafteranteil in Höhe von 11,1 Prozent. Vorsitzender des Kuratoriums und Geschäftsführer ist Ulrich Wilhelm, der Ex-Intendant des BR.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem kressexpress. Kostenlos unseren Newsletter abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.