Wo etwas dran ist und wo nicht: RBB-Chefredakteur Biesinger beauftragt Rechercheteam

11.08.2022
 

Die zahlreichen Vorwürfe gegen die ehemalige RBB-Intendantin Patricia Schlesinger sollen jetzt auch intern aufgearbeitet werden. RBB-Chefredakteur David Biesinger hat am Mittwoch ein fünfköpfiges Rechercheteam zusammengestellt.

RBB-Chefredakteur David Biesinger sagte am Mittwochnachmittag im rbb24 Inforadio, ein Rechercheteam sei beauftragt worden, den Vorwürfen nachzugehen. Fünf Investigativjournalisten des Hauses sollen unabhängig in der Chefredaktion recherchieren, "wo etwas dran ist und wo nicht", so Biesinger wörtlich.

Konkret gehe es dabei um veranstaltete Abendessen in Schlesingers Privatwohnung, um ihren Dienstwagen und die verschiedenen Bauvorhaben des rbb. Hier müsse Faktenklarheit geschaffen werden, das sei die Grundlage jeder souveränen, integren Berichterstattung. Das geschehe seit Montag in großer Eile aber auch mit sehr, sehr viel Sorgfalt.

Biesinger sagte weiter, es sei bedauerlich, dass die Vorgänge im RBB auch auf andere ARD-Anstalten ausstrahlten und sie belasteten. Es gebe andererseits viel Solidarität der anderen Häuser. Darüber hinaus habe der Journalismus im Rundfunk Berlin-Brandenburg funktioniert. Es habe keine Vorwürfe gegen das Programm gegeben, sondern der Umgang mit Geld durch einige Wenige habe das Haus in die Kritik und in Verruf gebracht, sagte Biesinger.

Es müsse nun Vertrauen zurückgewonnen werden, so der RBB-Chefredakteur. Bei den Menschen in Berlin und Brandenburg solle das durch exzellente Angebote in Radio, Fernsehen und auf den digitalen Kanälen geschehen.

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