Langjähriger "Zeit"-Journalist Theo Sommer ist tot

 

Der ehemalige Chefredakteur und Herausgeber der Wochenzeitung starb am Montag im Alter von 92 Jahren im Kreise seiner Familie in Hamburg. Das teilte die Wochenzeitung mit.

Die "Zeit" würdigt ihren ehemaligen Chefredakteur (1973 bis 1992), Herausgeber (bis 2000), Editor-at-Large und Autor als einen "großen Journalisten", der sie "mit seinem Temperament, seiner Tatkraft, seinem klugen Urteil und seiner Fröhlichkeit als weltoffenes, liberales, debattenfreudiges Blatt maßgeblich geprägt" habe.

Sommer hat in 64 Jahren rund 1.200 Artikel für die "Zeit" geschrieben, wobei sein besonderes Augenmerk der Außen- und Sicherheitspolitik galt. Er war 1948 als politischer Redakteur von der "Rems-Zeitung" nach Hamburg gekommen. Über Jahrzehnte prägte er zusammen mit Marion Gräfin Dönhoff die Zeitung in einem liberalen Sinne.

Bis kurz vor seinem Tod hat Sommer geschrieben: So gelang es ihm noch, seine Memoiren fertigzustellen: "Ganz am Ende fügte er das Kapitel über den Chefredakteur ein, das ihm besonders am Herzen lag", schreibt sein Weggefährte Matthias Naß in einem bei "Zeit Online" veröffentlichten Nachruf. "Dann war das Buch vollendet, mit dem er seinen Lebensweg als Autor beschließen wollte. Er klappte den Laptop zu und nahm Abschied von seinen Freunden und seiner Familie."

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