"Frauenmachtanteil" in Leitmedien: "taz" hui, "FAZ" pfui

 

Der Verein ProQuote Medien hat wieder den Anteil von Frauen in den Führungsetagen deutscher Leitmedien ausgewertet. Während er bei der "taz" weiter auf über 64 Prozent gestiegen ist, kommt die "FAZ" nur auf knapp 24 Prozent.

In Sachen Geschlechtergerechtigkeit lägen die Redaktionen deutscher Leitmedien zum Teil "erheblich auseinander", resümiert ProQuote. Die "taz" liegt nicht nur die Spitze des Rankings, sondern hat gegenüber der letzten Zählung von Januar 2022 sogar noch einmal leicht um 2,1 Prozentpunkte zugelegt. Auf Platz zwei ist die "Zeit", deren Frauenanteil um 4,6 Punkte auf 46,3 Prozent gestiegen ist.

Wie "festgetackert" blieben hingegen "Bild", "Welt" und "FAZ" am unteren Ende des Rankings hängen, beklagt ProQuote. Alle drei wiesen weiterhin "Frauenmachtanteile" von unter einem Drittel auf, wobei die "FAZ" das Schlusslicht bilde. "Die Ergebnisse sind bei einigen Medien sehr ermutigend, bei anderen zeigt sich der Fortschritt leider nur im Schneckentempo", schreibt die Vereinsvorsitzende Edith Heitkämper.

ProQuote wertet für das Ranking die Frauenanteile in journalistischen Führungspositionen auf Grundlage der Print- und Online-Impressen aus, wobei nach Hierarchie-Ebenen gewichtet wird. Bei der ersten Zählung von damals acht Leitmedien vor zehn Jahren lag der durchschnittliche "Frauenmachtanteil" bei 13,7 Prozent.

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