Bertelsmann erzielt Rekordergebnis und hebt Umsatzprognose für 2022 an

31.08.2022
 
 

Der Medienkonzern erzielt im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis von 1,43 Mrd. Euro und hat das Umsatzziel für 2022 auf 20 Mrd. angehoben.

Bertelsmann hat im ersten Halbjahr 2022 seinen Konzernumsatz und das operative Ergebnis (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert: Der Umsatz stieg um knapp 7 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro, und beim Ebitda erzielte der Medienkonzern sogar einen Rekord. Es stieg "trotz eines herausfordernden Marktumfelds und höherer Streaming-Investitionen" (Bertelsmann) ganz leicht auf 1,43 Mrd. Euro. Zum Ergebniszuwachs trugen - in dieser Reihenfolge - die Konzernbereiche Arvato, Bertelsmann Education Group, BMG und RTL Group bei. Das Konzernergebnis sank hingegen von 1,37 Mrd. auf 492 Millionen Euro.

Bertelsmann-Boss Thomas Rabe zeigt sich in einer Mitteilung "sehr zufrieden" mit der geschäftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr. Gegenüber dem "Handelsblatt" kündigte er zudem an, im Gesamtjahr 2022 erstmals die 20-Milliarden-Euro-Schwelle beim Umsatz überschreiten zu wollen. 2021 hatte das Unternehmen bereits mit 18,7 Mrd. einen Rekorderlös erzielt. Beim Gewinn rechnet der Konzern für 2022 mit 3,3 bis 3,4 Mrd Euro. Damit läge er leicht über dem Vorjahresniveau (3,2 Mrd.).

Das Unternehmen bescheinigt sich "Fortschritte entlang aller fünf strategischen Wachstumsprioritäten". Bis 2025 seien Investitionen von 5 bis 7 Mrd. Euro geplant, allein im ersten Halbjahr 2022 sollen rund 750 Mio. Euro in die weitere Entwicklung der Geschäfte fließen.

Rabes besondere Aufmerksamkeit dient derzeit der Schaffung "nationaler Media-Champions", die mit Netflix, Amazon & Co. mithalten können. In Deutschland ist diese Rolle RTL Deutschland zugedacht, das gerade Gruner+Jahr geschluckt hat. Nach der Ablösung von Stephan Schäfer hat Rabe dort gerade selbst die Führung übernommen, zusätzlich zu seinen Jobs als CEO von Bertelsmann und der RTL Group.

Laut Bertelsmann haben die Streaming-Dienste RTL+ und Videoland gut 4,5 Mio. zahlende Abonnenten. Bei  RTL+ sollen in Zukunft neben Filmen und Serien auch Podcasts, Hörbücher, Musik, digitale Bücher sowie Magzininhalte verfügbar sein. Die Entwicklung des Angebots ist aber hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurückgeblieben, was die Abberufung Schäfers erklären könnte.

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