Ranking: Die wichtigsten Digitalköpfe der Medienbranche

04.10.2022
 

Kress pro veröffentlicht erstmals eine Liste der 55 wichtigsten Digitalköpfe in den Medien. Wer in den deutschsprachigen Medienhäusern den Ton beim Wandel des Geschäfts angibt.

Auszug aus der Titelstory in kress pro, dem Magazin für Führungskräfte in Medien:

Wie die Liste entsteht:

Seit Jahren beschäftigt die Medienbranche kein Thema stärker als die Digitalisierung. Sie hat bisherige Regeln außer Kraft gesetzt, Geschäftsmodelle auf den Kopf gestellt, zu neuem Denken und Machen bei Prozessen, Produkten, Preisen gezwungen. Wer steuert diesen Wandel, im großen Ganzen wie auf operativer Ebene? Wer sind die Antreiber und Gestalter? Und wer zeigt durch Gründungen und neue Ideen, was im Publishing anders, besser, erfolgreicher laufen kann?

"Kress pro" veröffentlicht erstmals eine Liste der "55 wichtigsten Digitalköpfe" in den Medien, ausgewählt nach Bedeutung fürs jeweilige Unternehmen und die Branche, mit Fokus auf Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Fach- und SpecialInterest-Medien, TV- und Digital-Publisher im DACH-Raum, die Namen alphabetisch sortiert in sechs Kategorien: Strategie, Transformation, Vertrieb, Vermarktung, Innovation, Start-ups.

In den Medienhäusern gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten und Zuordnungen. Bei manchen haben die CEOs, bei anderen die Chief Digital Officers (CDOs) das digitale Zepter in der Hand. Nicht zwingend muss daher "Digital" ein Teil des Jobtitels sein, um auf der "Kress pro"-Liste zu erscheinen. Und es gilt die Ein-Personen-Regel: Die aufgeführten Medienunternehmen werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jeweils durch einen Digitalkopf repräsentiert.

Auf der Liste der 55 wichtigsten Digitalköpfe der Medienbranche:

Bernhard Bahners CDO Madsack

Der CDO hat nicht nur die Transformation des eigenen Hauses im Blick, die bereits Früchte trägt, sondern möchte den Erkenntnisgewinn auch in der Branche teilen und künftig als Dienstleister wachsen.

Tatjana Biallas, Geschäftsführerin Funke Medien Niedersachsen

Beim RTL-Vermarkter IP gestartet, hat Biallas vor allem als Chefin des werbefinanzierten OnlinePublishers gofeminin.de Akzente gesetzt. Für Neu-Eigentümer Funke baut die 34-Jährige seit April am Standort Braunschweig das Digitalgeschäft der regionalen Marken aus.

Julia Bönisch, Leitung Digitale Transformation und Publikationen Stiftung Warentest

Die Stiftung lebt noch gut von Print, aber das stärkste Wachstum versprechen Bezahlinhalte auf test.de. Prädestiniert für den Job ist Julia Bönisch, Ex-Chefin von sz.de. Sie kümmert sich seit 2020 als Mitglied der Geschäftsleitung um alle Publikationen der Stiftung, kurbelt den Onlinevertrieb an und macht 380 Mitarbeiter fit für Digitales.

Lesen Sie jetzt das große kress pro-Titel-Interview mit Julia Bönisch.

Stefan Buhr & Nico Wilfer, Leitung Product + Sales (Digital) FAZ

Bei der FAZ wird Vertrieb und Vermarktung als Einheit gedacht, deshalb gibt es eine fusionierte Abteilung und zwei gleichberechtigte Chefs. Buhr/Wilfer wollen bis Ende 2025 an die 300.000 Digitalabos verkaufen. Im Juli hatten laut IVW 99.000 Nutzer F+ abonniert, fast 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor

Meinolf Ellers, Strategic Business Development dpa

Der 60-Jährige ist ein digitales Urgestein, das sich intern und extern dem digitalen Wandel verschrieben hat. Gutes Beispiel, neben vielen anderen Projekten, ist die Initiative Next Media Accelerator, die Ideen mediennaher Start-ups für die Branche nutzbar macht

Pia Frey, Co-Gründerin Opinary 

Die zuckende Tachonadel in Onlineartikeln ist ihr Werk. Ein Umfrage-Tool für Redaktionen, das unkompliziert Meinungsbilder hervorbringt und von Publishern auf der ganzen Welt genutzt wird. Geschäftsmodelle für digitalen Journalismus zu entwickeln, bleibt Freys großes Thema.

Ralf Hape, Geschäftsführer Sky Media

Sky ist heute viel mehr als ein linearer Pay-TV-Sender, daran hat Hape in den vergangenen zehn Jahren kräftig mitgewirkt. Mit seinem Team hat er Sky Media zu einem führenden Multiscreen- und Digitalvermarkter gemacht, mit besonderen Stärken im Video-on-Demand-Umfeld.

Johannes Hauner, Geschäftsführer Süddeutsche Zeitung Digitale Medien

Erfolgreich unterwegs ist die SZ mit ihrer Digitalstrategie, vor allem dank Hauner, der sich seit 2018 um das Metier kümmert. Die gut 141.000 (7/2022) von der IVW gezählten Digitalabos entsprechen einem Plus zum Vorjahr von 45 Prozent.

Bernd Hellermann, Chief Transformation Officer RTL Deutschland

In den Führungswirren zuletzt ging ein wenig unter, dass RTL einen kühnen Digital-Plan verfolgt: Man setzt künftig auf multimediale Abos (Video, Audio, E-Paper). Hellermann arbeitet daran entscheidend mit, ebenso wie beim schwierigen Zusammenschluss von G+J und RTL.

Jan Eric Peters, Geschäftsführer NZZ Deutschland

Jan Eric Peters lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Für Springer machte er Upday zum Reichweiten-Riesen. Derzeit hilft er der NZZ zu Digitalabo-Wachstum in Deutschland, hat seinen Abschied aber bereits angekündigt.

Marc Schmitz, CEO Ströer Content Group

Er sorgt bei Reichweiten-Riese T-Online dafür, dass die Visits auch vernünftig monetarisiert werden. Angeblich mit Erlösen im dreistelligen Millionenbereich. Investitionen in die Inhalte (wie die Regionalisierung) sollen weiteres Wachstum bringen.

Werner Wittmann, Leiter Digitale Medien Olympia Verlag

Wann immer ein spannendes Digital-Start-up in der Sport- und Medienbranche auftaucht, schaut Wittmann zwecks Beteiligung genau hin. Er hat den "Kicker" zur digitalen Medienmarke und zum werbeumsatzstarken Reichweiten-König mitentwickelt.

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Die Titelthemen:

Julia Bönisch baut jetzt das Geschäft bei der Stiftung Warentest um. Wie sie die Transformation durchzieht und wie ihr die Erkenntnisse aus der schwierigen Zeit als Chefredakteurin der SZ dabei helfen.

Spotify: Wie Publisher mit dem AudioRiesen zusammenarbeiten können, sagt Europa-Chef Michael Krause.

RTL und G+J:  Nach dem Rauswurf von Stephan Schäfer. Was will Über-Chef Thomas Rabe?

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