DJV-Chef Überall: Es gibt keinen Grund, die G+J-Zeitschriften jetzt zu verramschen

05.10.2022
 

"Herr Rabe soll klar aussprechen, was er will", fordert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall vom neuen RTL-Chef Thomas Rabe in Bezug auf die Zeitschriftentitel von Gruner+Jahr. "Nebulöse Andeutungen verunsichern nur die Beschäftigten."

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert das Management des Medienkonzerns RTL Deutschland auf, die redaktionellen Arbeitsplätze bei den Zeitschriftentiteln der integrierten Marke Gruner und Jahr zu erhalten.

Anlass ist es ein internes Interview von RTL-Chef Thomas Rabe. Dieser hat darin nur eine Bestandsgarantie für diejenigen Magazin-Titel ausgesprochen, die synergetisch zum TV-Konzern RTL passten (kress.de berichtete).

"Herr Rabe soll klar aussprechen, was er will", so die Forderung des DJV-Bundesvorsitzenden Frank Überall. Nebulöse Andeutungen verunsicherten nur die Beschäftigten. Die ehemaligen G+J-Zeitschriftentitel hätten zum Teil jahrzehntelang zur wirtschaftlichen Prosperität des renommierten Hamburger Verlags beigetragen. "Es gibt keinen Grund, sie unter neuer Führung jetzt zu verramschen."

Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang daran, dass manch ein Medienhaus inzwischen den Abbau redaktioneller Arbeitsplätze bereue: "Einen einmal gestrichenen Redaktionsarbeitsplatz neu einzurichten ist teurer als ihn zu erhalten." Deshalb sei es sinnvoll, eine mögliche wirtschaftliche Durststrecke durchzuhalten. Bei einem Verkauf einzelner Zeitschriften stehe RTL in der Verantwortung gegenüber den betroffenen Journalistinnen und Journalisten

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