RBB will sich von Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter trennen

 

Das Dienstverhältnis mit dem erkrankten Brandstäter soll vorzeitig beendet werden. Das kündigte Katrin Vernau, Interims-Intendantin des öffentlich-rechtlichen Senders, am Montag im Medienausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses an.

Produktions- und Betriebsdirektor Christoph Augenstein und Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus werden laut einem RBB-Bericht über die Ausschusssitzung aus "organisatorischen und finanziellen Gründen" ihre Tätigkeit fortsetzen. Die juristische Direktorin Susann Lange ist hingegen bereits vor zwei Wochen freigestellt worden.

Die bevorstehende vorzeitige Trennung von Brandstäter ist eine weitere Konsequenz aus der Affäre um Vetternwirtschaft und Verschwendung bei dem öffentlich-rechtlichen Sender, die Intendantin Patricia Schlesinger den Job gekostet hat. Verwaltungsdirektor Brandstäter führte nach ihrem Rausschmiss zunächst sogar offiziell die Geschäfte des Senders - er ist allerdings schon seit August krankgeschrieben. Im September wählte der RBB-Verwaltungsrat dann Katrin Vernau, zuvor WDR-Verwaltungsdirektorin, für ein Jahr zur Interims-Intendantin.

Bei ihrem Auftritt vor dem Berliner Medienausschuss am Montag beteuerte die Interims-Intendantin, dass man beim RBB mit Hochdruck an einem wirksameren internen Kontrollsystem arbeite: Eine Analyse der Mängel der internen Revision und eine überarbeitete Revisionsordnung lägen bereits vor. Als nächstes wolle man sich dem Thema Compliance widmen.

Vernau ging auch auf das umstrittene Bonussystem für Führungskräfte beim RBB ein. 20 von 25 außertariflich bezahlten Beschäftigten hätten zugesagt, freiwillig auf Zahlungen daraus zu verzichten. Wegen einzelvertraglicher Regelungen sei es aber nicht möglich gewesen, das System für laufende Verträge  abzuschaffen.

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