Keine Print-Ausgabe wegen Gasmangel? "Spiegel"-Gruppe warnt Abonnenten vor

 

Medienunternehmen rüsten sich für düstere Szenarien: Die "Spiegel"-Gruppe bereitet Abonnenten all ihrer Titel mit Schreiben auf die Möglichkeit vor, dass einzelne Ausgaben wegen des Gasmangels nicht gedruckt erscheinen könnten. Dieser Fall sei unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen, so etwa "Manager Magazin"-Chefredakteur Sven Clausen.

Clausen fordert die Abonnenten in dem Brief, der der Novemberausgabe beilag, dazu auf, dem Verlag ihre E-Mail-Adressen mitzuteilen - damit sie eine digitale Ausgabe des Magazins bekommen können, sollte es gedruckt einmal nicht erscheinen. Sein Schreiben trägt die Überschrift "Eine wichtige Information für Abonnentinnen und Abonnenten". "Wir hoffen nicht, dass diese Situation eintritt", schreibt der "Manager Magazin"-Chefredakteur. "Aber: Besser man ist vorbereitet."

Einen ähnlichen Brief erhielten im Oktober auch Bezieher des "Spiegel" und des "Harvard Business Managers". Im "Spiegel" war das Thema zudem Gegenstand einer "Hausmitteilung".

"Wie bekannt kann die Versorgungslage in vielen deutschen Betrieben zurzeit schnell schwierig werden", schreibt eine Sprecherin der Gruppe auf Anfrage von kress.de zu der Aktion. Man bereite sich für den Fall vor, dass einzelne Ausgaben in den Druckereien etwa aus technischen Gründen einmal nicht produziert werden könnten. Das Risiko sei gering, lasse sich aber nicht ausschließen. Sollte der Fall eintreten, würden die Leser sofort per E-Mail informiert. Sie erhielten dann umgehend einen persönlichen Zugang zu den digitalen Heften freigeschaltet.

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