Trübe Aussichten: ProSiebenSat.1 senkt Prognosen erneut

 

Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat seine Umsatz- und seine Ergebnisprognose für 2022 wegen des schlechten Werbegeschäfts erneut gesenkt. Er rechnet jetzt noch mit Einnahmen von 4,15 Mrd. Euro gegenüber 4,5 Mrd. im Vorjahr.

Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte mit 650 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 840 Mio. liegen, so der im MDax notierte Konzern in einer Mitteilung am Donnerstagabend. Das enstpräche im Vorjahresvergleich einem Umsatzrückgang um 8 Prozent und einem Gewinneinbruch um fast ein Viertel.

ProSiebenSat.1 rechnet insbesondere für das wichtige vierte Quartal mit Problemen: Es zeichne sich ein "stärker eingetrübtes gesamtwirtschaftliches Umfeld ab als ursprünglich in der bisherigen Gesamtjahresprognose reflektiert" ab, heißt es in der Mitteilung. "Die anhaltenden Inflations- und Energiepreissorgen belasten das Konsumverhalten in der DACH-Region", schreibt Finanzvorstand Ralf Peter Gierig. "Hier ist ProSiebenSat.1 als frühzyklisches Unternehmen direkt betroffen, was sich vor dem Hintergrund der aktuell hohen Unsicherheiten in einem deutlich zurückhaltenderen Buchungsverhalten unserer Werbekunden als erwartet auswirkt."

ProSiebenSat.1 hat seine Gewinnerwartungen jetzt zum dritten Mal in drei Monaten nach unten korrigiert.

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