Helmut-Markwort-Rundumschlag: Medien mitverantwortlich, dass Minderheiten Mehrheit tyrannisieren

07.11.2022
 

Der Focus-Gründer Helmut Markwort sieht eine Mitverantwortung der Medien, dass Minderheitenthemen eine so große Aufmerksamkeit haben. Zudem beklagt Markwort, dass es keine konservativen TV-Journalisten mehr gebe.

"Die Deutschen sind eigentlich ein normales, vernünftiges Volk, sie verkrampfen sich aber wegen der vielen Vorschriften und Minderheiten, die uns tyrannisieren", kritisiert Helmut Markwort im Gespräch mit dem am Dienstag erscheinenden Monatsmagazin Tichys Einblick. "Die Diskussionen, die wir in den vergangenen Monaten um das Wort "Indianer" und die "Winnetou"-Bücher geführt haben: Das sind selbst gemachte Krisen, die von aggressiven, tyrannischen Minderheiten unters Volk getragen werden. Das regt mich schon sehr auf." Daran seien die Medien nicht unschuldig. "Auch wir Medienleute tragen dazu bei, wir verbreiten das. Und plötzlich hat jeder Schiss, zu sagen, dass er sich als kleiner Junge als Indianer verkleidet hat."

Gleichzeitig sieht FDP-Urgestein Markwort eine politische Schlagseite in den Medien. "Die Grünen genießen Welpenschutz und Artenschutz aller Art, insbesondere bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Die Aussagen eines Habeck zu Firmen, die nicht pleite sind, nur nicht mehr produzieren, hätte man keinem anderen Politiker durchgehen lassen. Das war unfassbar. Wenn das der Lindner gesagt hätte, hätte ihn die ganze Medienwelt tagelang gejagt und bis zum Rücktritt getrieben. Der Geist in diesen Anstalten ist links und grün." Und das mache sich im Programm bemerkbar. "In der Nachrichtenauswahl, in der Gästeauswahl, welche Zuschauerkommentare in Talkshows präsentiert werden." Inzwischen gebe es in den öffentlich-rechtlichen Medien keine konservativen Journalisten mehr. "Der ehrenwerte Kollege Giovanni di Lorenzo von der Zeit hat kürzlich gesagt, dass es in den Öffentlich-Rechtlichen keine profilierte konservative Stimme mehr gebe. Man hat sie offensichtlich weggebügelt."

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