Wie Gregor Peter Schmitz Gerhard Schröder im stern-Interview erlebt hat

08.11.2022
 

Das Interview mit Gerhard Schröder brachte dem Stern im August einen großen Verkaufserfolg und sorgte für viel öffentlichen Diskussionsstoff. Wir haben Stern-Chef Gregor Peter Schmitz zu dem Treffen mit Schröder anlässlich unserer kress-Jubiläumsreihe ("55 Fragen, 55 Antworten") befragt. Zudem sagt Verleger Roland Tichy, ob er unter seiner Außenseiterrolle leidet.

Zum 55-Jahre-Kress-Jubiläum haben wichtige Persönlichkeiten der Branche in "kress pro" Fragen beantwortet. Auszug aus "55 Fragen, 55 Antworten":

Wie haben Sie Gerhard Schröder im „Stern“-Interview erlebt, Herr Schmitz?

"Einsam. Und zugleich noch immer ganz der alte (Wahlkämpfer). Wer ihm länger zuhört, merkt, wie sehr er sich durch seine Treue zu Putin selbst ins Abseits gerückt hat, und wie er darunter leidet.

Wer ihm länger zuhört, merkt aber auch, wie sehr Schröder noch immer ein Gespür dafür hat, was die 'einfachen Leute' umtreibt und aufregt – und wie schnell Stimmungen kippen können."

Gregor Peter Schmitz, Vorsitzender der Chefredaktion des stern

[...]

Sie sind seit Ihrem Abschied von der "Wirtschaftswoche" zum Außenseiter in der Branche geworden. Genießen Sie die Rolle eigentlich oder leiden Sie drunter?

"... jedenfalls sind meine Haare jetzt schöner. Mein Friseur schneidet gegen zwei Hefte umsonst. Andere schicken riesige Osterhasen. Oder kürzlich schreibt ein Rentner mir, der ein bisschen Geld gespendet hat: ,Habe 600 Euro Rente, mehr kann ich leider nicht.' Das ist die beste Anerkennung, die mir Tränen in die Augen treibt. Leser zählen. Und in der Mitte der Leser zu stehen, ist mir wichtiger, als sich in der Mitte einer linken Branchenblase auf die Schulter klopfen zu lassen."

Roland Tichy, Verleger und Chefredakteur von "Tichys Einblick"

Neben Gregor Peter Schmitz und Roland Tichy haben in unserer kress-Jubiläumsausgabe auch diese wichtigen Persönlichkeiten auf drängende Branchenfragen geantwortet:

Hubert Burda (Hubert Burda Media), Julia Becker (Funke Mediengruppe), Michael Ringier (Ringier), Myriam Karsch ("Playboy"), Eugen Russ (Russmedia), Frank Überall (DJV), Holger Knapp (Deutsche Fachpresse), Edith Heitkämper (ProQuote Medien), Kai Rose (Mediengruppe Klambt), Carsten Dorn (Score Media Group), Ansgar Heise (Heise Medien), Holger Stark (Die Zeit), Andrea Wasmuth (Handelsblatt Media Group), Jochen Wegner (SWMH), Monika Schaller (Deutsche Post DHL Group), Marie von den Benken (Model, Autorin, Influencerin), Saruul Krause-Jentsch (Spotify), Günter Netzer (Ex-ARD-Fußballexperte), Stephan Scherzer (MVFP), Martin Schumacher (Olympia-Verlag), Miriam Scharlibbe (Schleswig-Holsteinischer Zeitverlag), Daniel Rosemann (ProSieben / Sat.1), Andreas Arntzen (Wort & Bild Verlag), Maximilian Schöberl (BMW), Kai Diekmann (Storymachine), Oliver Wurm (Journalist und Medienunternehmer), Thomas Düffert (Madsack Mediengruppe), Stefan Ottlitz (Spiegel-Verlag), Natascha Thomas (PMG Presse-Monitor, Andreas Simmet (Neue Pressegesellschaft), Stephan Puls (Lufthansa Industry Solutions), Christian Schertz (Schertz Bergmann), Alexander Trommen (Appsfactory), Sigrun Albert (BDZV), Silke Brüggemeier (dpa), Eva Messerschmidt (RTL Deutschland), Harald Wahls (Egro Mediengruppe), Markus Franz (Ippen Digital), Lars Haider ("Hamburger Abendblatt"), Markus Eiberger (Motor Presse Stuttgart), Christoph Hartlieb (Hartliebpartner), Ines Schurin (Rewe Group), Felix Kovac (Antenne Bayern), Katja Hofem (Netflix Deutschland), Jörg Howe (Daimler Truck), Gregor Peter Schmitz ("Stern"), Roland Tichy ("Tichys Einblick"), Hans-Joachim Strauch (ZDF Werbefernsehen), Florian Harms (t-online.de), Markus Schöberl (PV Digest), Florian Hager (Hessischer Rundfunk), Armin Wolf (ORF).

Weitere Titelthemen in kress pro 8/2022:

"Das darf uns nicht mehr passieren". Ringier-CEO Marc Walder spricht schonungslos über die strategischen Fehler in der Vergangenheit und welche Chancen sich jetzt bieten.

Ranking. Die 25 Newcomer des Jahres in der Medienbranche.

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