Wie die Sächsische Zeitung mit einer neuen Paywall-Variante ihre Vermarktungserlöse steigert

 

Die meisten User kostenpflichtiger Nachrichten-Websites sind Gelegenheitsbesucher und nur schwer für ein Digitalabo zu gewinnen. Um auch mit solchen "Casual Readern" Geld zu verdienen, hat die Sächsische Zeitung ihre Paywall im Sommer um die "Playwall" des Start-ups Snaque ergänzt. Zum kress pro-Case.

Auszug aus der Titelgeschichte in kress pro - Magazin für Führungskräfte in Medien:

Die "Sächsische Zeitung" aus Dresden (gehört zur DDV Mediengruppe) hat Ende Juli einen Stein in der Paywall ihres Digitalangebots sächsische.de mit Bedacht gelockert: Sie erlaubt Nutzerinnen und Nutzern seitdem, einen Plus-Artikel pro Tag zu lesen, ohne zuvor ein (Probe-) Abo abzuschließen. Sie müssen allerdings mit einer Werbefläche in Form einer Karte interagieren, indem sie Fragen beantworten, etwa zu einem Produkt oder zu ihren Produktvorlieben. Erst danach wird ihr Wunschartikel für sie freigeschaltet. Weil diese Interaktion in der Regel fast spielerisch durch Wischbewegungen auf dem Smartphone oder Tablet erfolgt, nennen die Erfinder des Paywall-Widgets von der Snaque GmbH ihre Schöpfung Playwall.

Von der Playwall profitierten Leser, Werbungtreibende und Publisher gleichermaßen, argumentieren die beiden Snaque-Gründer Henning Tillmann und Katja Waldor: Die Leser bekommen einen Gratis-Artikel, die Anzeigenkunden ein attraktives interaktives Werbemittel und die Verlage eine zusätzliche Einnahmemöglichkeit, so ihr Versprechen. "Wir bieten Verlagen eine Lösung an, auch Nichtabonnenten zu monetarisieren", sagt Tillmann. Abos seien zwar für loyale Leser das Richtige, aber nicht für viele Gelegenheitsbesucher einer Website. Wer etwa jenseits des Erscheinungsgebiets einer Regionalzeitung lebt, wird sie wahrscheinlich selbst dann nicht abonnieren, wenn er bei Facebook oder Google auf einen einzelnen interessanten Online-Artikel daraus stößt.

Wie die Playwall funktioniert

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Wie die Playwall vermarktet wird

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Lesen Sie jetzt den Case "Eine Paywall-Variante für Abomuffel" von Henning Kornfeld im aktuellen kress pro.

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