Vox-Löwen-Investor Georg Kofler wechselt auf CEO-Posten von Social Chain - Ralf Dümmel nicht mehr Vorstand

 

Der frühere ProSieben- und Premiere-Chef Georg Kofler muss in seinem Unternehmen Social Chain AG kräftig umbauen. Er war bislang Aufsichtsratsvorsitzender und übernimmt nun selbst die CEO-Rolle. Ralf Dümmel verlässt den Social-Chain-Vorstand.

Einer breiten Öffentlichkeit sind Kofler und Dümmel als Investoren in der erfolgreichen Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen" bekannt, wo sie zuletzt nach der Integration der DS Gruppe von Ralf Dümmel oft als gemeinsame Bieter auftraten. Nun sortieren sich die Rollen in der Real-Wirtschaft neu.

Kofler übernimmt zum 1. Januar die Position des Vorstandsvorsitzenden der Social Chain AG. Der bisherige CEO, Wanja S. Oberhof, wird künftig als President der Social Chain US Inc. die Führung des USA-Geschäfts übernehmen und sämtliche M&A-Aktivitäten verantworten.

Ralf Dümmel soll sich ab sofort in vollem Umfang auf die alleinige Führung der DS Gruppe fokussieren. Dafür legt er sein Amt als Vorstand der Social Chain AG nieder. Dort war Ralf Dümmel, der sich in der Vox-Sendung gerne als "Mister Regal" und damit als Vertriebs- und Handelsexperte präsentiert, für den Produktbereich zuständig.
 
Künftig wird die Social Chain AG von zwei Vorständen geführt - von Georg Kofler als CEO und Andreas Schneider als CFO. Den Aufsichtsrat der Social Chain AG bilden weiterhin Henrike Luszick und Henning Giesecke. Die Neubesetzung der dritten Position im Aufsichtsrat soll zeitnah bekannt gegeben werden.

Georg Kofler sagt zu den weitreichenden Veränderungen: "Als Unternehmer und Hauptaktionär setze ich auf das Geschäftsmodell der Social Chain AG. Wir wissen alle um das schwierige Marktumfeld. Ich habe in meinem beruflichen Leben des Öfteren erfahren und bewiesen, dass gerade unter dem Druck von Krisen neue unternehmerische Chancen erwachsen. Unser Team, unsere Geschäftspartner und unsere Aktionäre können sich darauf verlassen, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen werden, um die Social Chain AG in eine profitable und nachhaltige Zukunft zu führen."

Hintergrund: Intern wird weiter umgebaut, auch bisherige Beteiligungen der Social Chain AG werden verkauft. Wie zu hören ist, setzt dem Unternehmen die angespannte Weltwirtschaftslage, auch mit gestörten Lieferketten, zu. Konkret kündigt die Social Chain AG an, ihre Kosten um 30 Prozent zu reduzieren. Diese Kostenreduktion kommt bereits im Geschäftsjahr 2023 vollständig zum Tragen: Sie wird durch Synergien, wesentliche Einsparungen bei Personal- und Strukturkosten sowie durch eine deutlich effizientere Organisation in der gesamten Unternehmensgruppe erreicht, heißt es beim Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin.

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