Warum Funke am Rückzug aus dem BDZV festhält

21.11.2022
 

Die Funke Mediengruppe rückt nicht von ihrem Rückzug aus dem Zeitungsverlegerverband BDZV ab. Wie das Medienhaus, das Blätter wie Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westfälische Rundschau und Hamburger Abendblatt verlegt, das begründet.

"Wir haben den von uns angestoßenen Reformprozess im BDZV konstruktiv und engagiert begleitet und freuen uns sehr über manche Fortschritte. Trotzdem erscheint es uns verfrüht, zurzeit eine neue Mitgliedschaft zu beantragen", heißt es bei Funke. Zuerst hatte das Fachmedium "Horizont" darüber berichtet.

Funke betont zugleich: "Wir beobachten die Entwicklung des Verbandes weiter aufmerksam und mit Sympathie." Die Mediengruppe zählt zu den großen Verlagshäusern in Deutschland und hat zahlreiche Regionalzeitungen im Portfolio, darunter die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) und das "Hamburger Abendblatt".

Hintergrund: Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass Funke vorhatte, seine Mitgliedschaft fristgerecht im Sommer zu kündigen. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) teilte auf Anfrage mit: Funke habe fristgerecht gekündigt und werde im kommenden Jahr folglich nicht mehr Mitglied sein.

Der BDZV hatte in den vergangenen Monaten die Modernisierung der Verbandsstruktur mit einem Umbau an der Spitze angestoßen. Im Mai hatte Verbandspräsident und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner mitgeteilt, sein Amt vorzeitig ab Herbst in neue Hände zu geben. Er hatte seinen Schritt unter anderem mit dem Wachstum Springers in den USA begründet. Davor hatte es innerhalb des Verlegerverbands Unruhe und zum Teil auch öffentlich geäußerte Kritik an Döpfner bis hin zu Rücktrittsforderungen gegeben. Funke zählte zu den Kritikern.

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