"Lessons learned": Mathias Döpfner bedauert Umgang mit Causa Reichelt

 

In einem kurzen Linkedin-Video hat sich Springer-Boss Mathias Döpfner bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für seinen Umgang mit der Reichelt-Affäre entschuldigt. Welche Lektionen er gelernt hat.

Er bedauere, insbesondere die Erwartungen der betroffenen Frauen nicht erfüllt zu haben haben, sagt Döpfner in dem englischsprachigen Video, einem Teil des internen Podcasts "On the Record". Er habe seine "Lektionen gelernt", beteuert er.

Döpfner versucht in dem Video zu begründen, warum er lange zu Julian Reichelt gehalten hat. Ein Bild-Chefredakteur sei der "wahr­scheinlich unbeliebteste, wenn nicht meist­gehasste Journalist" in Deutschland und brauche daher Schutz durch seinen Arbeitgeber. Nötig sei zugleich aber auch eine "kritische Distanz". Döpfner lässt durchblicken, dass es ihm daran mangelte, und er gelobt Besserung.

Auch die Organisation habe aus der Causa Reichelt gelernt, beteuert Döpfner. Die Unternehmenskultur bei Bild sei verbessert worden, das Unternehmen habe seine Regeln angepasst, ermutige Mitarbeiter, Erfahrungen mit "unangemessenem" Verhalten im Unternehmen intern zu thematisieren, und habe entsprechende Prozesse definiert.

Julian Reichelt hatte im März 2021 ein Compliance-Verfahren wegen Machtmissbrauchs überstanden. Döpfner trennte sich erst im Herbst vergangenen Jahres vom Bild-Chef, weil der auch nach Abschluss des Verfahrens Privates und Berufliches nicht klar getrennt umd dem Vorstand darüber die Unwahrheit gesagt habe.

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