Rundfunk Berlin-Brandenburg beruft Juristische Direktorin ab

08.12.2022
 

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg beruft seine bisherige Juristische Direktorin, Susann Lange, von ihrem Amt ab. Der Rundfunkrat des rbb stimmte am Donnerstag einem entsprechenden Vorschlag von Intendantin Katrin Vernau zu.

Weitere Details zur Personalentscheidung nennt der rbb aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes nicht. Die Aufgaben von Susann Lange übernimmt wie schon in den vergangenen Monaten Dr. Kerstin Skiba, die stellvertretende Justitiarin des rbb. Die Direktions-Position bleibt unbesetzt.

Hintergrund: Lange gehörte bislang zur Geschäftsleitung des krisengeschüttelten öffentlich-rechtlichen ARD-Senders. Im Oktober war bekanntgeworden, dass der RBB Lange vorerst von ihren Dienstpflichten entbunden hatte. Damals hieß es vom Sender, dies geschehe im gegenseitigen Einvernehmen und bis zur Klärung von Vorwürfen.

Kurz davor war bekanntgeworden, dass die Generalstaatsanwaltschaft Berlin inmitten der RBB-Affäre um Vetternwirtschaft die Ermittlungen auf weitere Geschäftsleitungsmitglieder ausweitete, dazu zählt Lange. Es geht um den Verdacht der Untreue und Beihilfe zur Untreue mit Blick auf die Einführung eines variablen Vergütungssystems und Gehaltfortzahlungen an Mitarbeiter, die keine Beschäftigung mehr ausüben.

Im Zentrum des RBB-Skandals um Filzvorwürfe stehen die fristlos entlassene Intendantin Patricia Schlesinger und der zurückgetretene Chefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf. Beide wiesen Vorwürfe zurück. Auch die Geschäftsleitung um Schlesinger geriet ins Blickfeld. Es gab inmitten des Skandals mehrere personelle Konsequenzen.

Quelle: dpa, kress

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