Sebastian Turners Table Media startet Late-Night-Memo für Politikprofis - Neuzugang von der SZ

02.01.2023
 

Die von Sebastian Turner, dem langjährigen Herausgeber und Gesellschafter des Tagesspiegels und Aufsichtsrat der D. v. Holtzbrinck-Medien, gegründete Table Media will das politisch besonders gut informierte Publikum für sich gewinnen. Das Redaktionsteam von "Berlin Table" wird von Stefan Braun geleitet, der von der SZ gekommen ist.

Antje Sirleschtov, die Chefredakteurin von Table Media, sagt zur Positionierung des neuen "Late-Night-Memos":

"Es gibt in Deutschland ohne Frage hervorragende Medien mit anspruchsvollem Publikum - beispielsweise die Redaktionen, von denen die Köpfe des neuen 'Berlin Table' kommen. Aber keines dieser Medien wendet sich vor allem an die politische Führung des Landes, sondern immer auch an sehr viel breitere Kreise. Und das führt zwangsläufig dazu, dass immer viel Kontext geliefert werden muss, der für viele, die über die Zukunft dieses Landes entscheiden, nichts Neues mehr ist. Und es führt dazu, dass viele relevante Themen kaum behandelt werden, weil sie zu speziell erscheinen."

Das Redaktionsteam unter der Leitung von Stefan Braun, der von der Süddeutschen Zeitung zu Table.Media gestoßen ist, habe über Monate am Konzept gefeilt und es immer wieder mit politischen Spitzenvertretern diskutiert und verfeinert. So sei auch der Erscheinungstermin und das Format zustande gekommen - um 22 Uhr als dicht geschriebenes Memo. "Wir wollen weglassen, was exzellente Politik-Kenner schon wissen und ihnen dafür das liefern, was sie anderswo nicht oder nur weit verstreut finden würden", so Stefan Braun. "Uns ist wichtig, Alarmismus und Skandalisierung zu vermeiden und statt dessen die Dilemmata auszuleuchten, mit denen die Politik Tag für Tag umgehen muss."
 
Mit dem Erscheinungstermin am späten Abend könnten nicht nur die eigenen Recherchen, sondern auch Hinweise auf die besten Stücke aus den Zeitungen des nächsten Morgens angeboten werden. "Wie in einem Memo wollen wir kompakt auf den Punkt kommen. 'Berlin Table' soll schnell zu lesen sein und viele nützliche Infos enthalten. Wir wollen so inhaltsreich und informativ sein, dass Leserinnen und Leser gerne zu uns kommen und noch lieber bei uns bleiben", sagt Braun. Im "Berlin Table" werden auch die Exklusivmeldungen der auf Fachgebiete zugeschnittenen Professional Briefings von Table Media, etwa zu China, EU-Regulierung, Klima oder Sicherheitsfragen, kurz angerissen.
 
Zur Redaktion gehören neben Antje Sirleschtov und Stefan Braun auch Horand Knaup, der lange Jahre für den Spiegel tätig war. Malte Kreutzfeldt kommt von der Taz, Vera Weidenbach und Daniel Schmidthäussler von der ARD, Okan Bellikli war zuletzt am Wissenschaftszentrum Berlin tätig und Enno Eidens hat nach Stationen bei Zeit und Tagesspiegel zuletzt bei Table Media für den "Bildung Table" gearbeitet.

Das Late-Night-Memo wird zunächst dreimal pro Woche erscheinen, um im Laufe der nächsten Monate auf einen werktäglichen Intervall umzuschalten. 

Hintergrund: Unter dem Motto "for better informed decisions" veröffentlicht Table Media mit seinen Professional Briefings ein neues Informationsangebot für Top-Entscheider und Experten in Wirtschaft und Wissenschaft, Politik, Verwaltung, NGO und Verbänden. Table Media finanziert sich aus Nutzerlizenzen (Abonnements) und Veröffentlichungsentgelten von Dritten, die Table Media wie eine Nachrichtenagentur nutzen, und zu einem geringeren Teil aus Werbeeinnahmen.

Table Media wurde von Sebastian Turner gegründet, dem langjährigen Herausgeber und Gesellschafter des Tagesspiegels und Aufsichtsrat der D. v. Holtzbrinck-Medien. Table Media ist Teil der Trafo MediaTech Gruppe, Berlin, in der Turner seine Media- und Contenttech-Beteiligungen zusammengefasst hat, um den Austausch von publizistischen und technologischen Innovationen zu erleichtern.

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