Anna Klöpper, Sunny Riedel und Julia Boeck steuern tazeins

03.01.2023
 

Die taz-Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann besetzen die Leitung eines wichtigen Ressorts neu.

Anna Klöpper steigt ab Februar 2023 in die Leitung von tazeins ein, dem Ressort, das die großen aktuellen Themen der taz profiliert. Sie führt das Ressort dann in einer weiblichen Doppelspitze: Partnerin von Klöppel in dieser Führungsfunktion ist 2023 zunächst Sunny Riedel. Riedel vertritt für ein Jahr Co-Leiterin Julia Boek, die in Elternzeit geht.

Zur Person: Anna Klöpper, 37, hat die vergangenen vier Jahre das Berlin-Ressort der taz ebenfalls in einer Doppelspitze (mit Bert Schulz) geleitet. Sie ist seit 2011 bei der taz, ihre thematischen Schwerpunkte sind Bildungs- und Landespolitik. Klöpper sei als Ressortleiterin eine Allrounderin und darin erfahren, mit großen Themen zu jonglieren, heißt es bei der taz.

Über ihre neue Führungsaufgabe sagt Klöpper: "Ich freue mich auf die neue Aufgabe als Co-Ressortleitung von tazeins und auf die Arbeit 'ganz vorne', an den ersten fünf Seiten in der taz. Hier werden die wichtigsten tagesaktuellen Themen gesetzt: in Print wie auch in der App, die in besonderer Weise eine Zukunftsaufgabe für tazeins sein wird. In der großartigen Berlin-Lokalredaktion der taz haben wir lokale Geschichten groß gemacht. Große Geschichten zum Glänzen bringen, das will ich auch mit der Nahaufnahme, der werktäglichen Reportageseite der taz, die ich nun maßgeblich mitgestalten darf."

Sunny Riedel, 41, wird im kommenden Jahr in der Doppelspitze an Anna Klöppers Seite stehen. Riedel arbeitet seit 2010 bei tazeins, kennt das Ressort seit seiner Gründung und ist eine profilierte Schwerpunktseiten- und Seite 1-Macherin. Riedel engagiert sich zudem in der Vorbereitung eines wichtigen Zukunftsprojekts der taz: die Einstellung der werktägigen Printausgabe und damit der Umstieg auf die App.

"Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe zusammen mit Anna Klöpper und den tollen Kolleginnen und Kollegen von tazeins", sagt Riedel.

Julia Boek, 42, ist seit 2014 bei der taz und wurde 2019, bald nach ihrem Wechsel zu tazeins, stellvertretende Ressortleiterin und schließlich Leiterin des Ressorts. Sie hat tazeins an die kommenden Umstellungen herangeführt und gleichzeitig die Schwerpunkte der taz gesteuert und profiliert. An ihrer Seite stand bislang Klaus Hillenbrand. Doch "taz-Legende" Hillenbrand verabschiedet sich im Januar in den Ruhestand, bleibt der taz jedoch als Autor erhalten.

Boeck: "Nach erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit mit Klaus Hillenbrand freue ich mich, das Ressort tazeins, das das Portal der tageszeitung gestaltet, nun gemeinsam mit Anna Klöpper zu leiten. Dabei gilt es, tazeins weiterhin ideenreich und blattmacherisch kompetent in der werktäglichen Print- sowie in den digitalen Ausgaben auf Kurs zu halten."

taz-Chefredakteurin Barbara Junge erklärt die Strategie:

"Die taz muss absehbar mutige Schritte machen: hin zum digitalen Medienhaus mit dem analogen Angebot der wochentaz. Besonders wichtig wird sein, dass uns möglichst viele Leserinnen und Leser in die App, ins e-paper folgen." Denn absehbar werde die taz werktäglich das Drucken einstellen und auf die digitale Ausgabe umsteigen. "Zusammen werden Julia Boek, Anna Klöpper und Sunny Riedel ein starkes Team für tazeins und für die taz in dieser Phase des Umbruchs sein", sagt Junge. "So viel Engagement für die taz, für den Auftritt der Zeitung und die humorvolle Zuspitzung von Themen in print und e-paper, wie die drei Kolleginnen mitbringen, ist nirgendwo so versammelt, wie in diesem Trio."

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