14.06.2002
 eo
 

Ihren Rückzug aus dem ZDF-Verwaltungsrat haben Wolfgang Clement und Heide Simonis verkündet. Mit diesem - längst fälligen Schritt - ziehen die beiden Ministerpräsidenten die Konsequenz aus dem Debakel um die Intendantenwahl. Clement: "Es kann nicht sein, dass Regierungsvertreter, die Gegenstand der Berichterstattung und kritischen Begleitung durch Medien sind, gleichzeitig die Aufsicht über ein Medium führen." Nach dem Willen der beiden Politiker soll sogar der ZDF-Staatsvertrag dahingehend geändert werden, dass im Fernsehrat in Zukunft nur noch 45 Medienexperten statt 77 Mitglieder relevanten Gesellschaftsgruppen sitzen. Unter der Führung der Länder NRW und Thüringen wurde unterdessen eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Kurt Beck (SPD) und Berhard Vogel (CDU) sehen den Vorstoß allerdings kritisch, werden sie doch in ihren Kompetenzen als Sprecher der beiden Freudeskreise beschnitten. In drei langwierigen Anläufen war es dem Verwaltungsrat eine Woche vor dem Ausscheiden von Intendant Dieter Stolte gelungen, sich auf seinen Nachfolger Markus Schächter zu einigen (täglichkress 8. März 2002). Miriam Meckel, Clements Medien-Staatssekretärin in NRW, legt übigens auch ihr Mandat nieder. Bitte beachten Sie unsere Frage des Tages im Basta-Ressort: Politiker raus aus den Rundfunkräten?

 eo

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