11.11.2002
 

Grob sexistisch und besonders übel finden mehrere Frauenbeauftragte in Baden Württemberg die aktuelle Plakatkampagne der "Bild"-Zeitung. "Die Plakate suggerieren die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen", sagt die Frauenbeauftragte der Stadt Pforzheim, Barbara Jeske. Ihr Protest führte dazu, dass die "Bild"-Bildchen an allen städtischen Werbeflächen wieder abgehängt wurden. In Ulm tauchten die Plakate nur für wenige Stunden auf. Hintergrund: Die Bilder mit spärlich bekleideten Frauen und schlüpfrigen Sprüchen ("Mein Rekord liegt bei 8 Stunden", "In der Mittagspause kriege ich Appetit auf Sex") werben für eine "Bild"-Serie mit dem Titel "Neue Geschichten aus dem Bettkästchen". Kommentar des Axel Springer Verlags: "Die Plakate zeigen selbstbewusste Frauen, die mutig und offen über sehr private Dinge sprechen", sagt Verlags-Sprecher Tobias Fröhlich. Außerdem würden die Plakate in dieser Woche ohnehin abgehängt, da die Serie zu Ende sei.

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