Zickenalarm in Hamburg und Offenburg: Burda und Springer haben nahezu identische Frauenzeitschriften auf den Markt gebracht und beharken sich mit einstweiligen Verfügungen. Letzter Stand: Burda hat eine EV vorm Landgericht München durchgesetzt. Springer darf demnach seinen am Freitag erstmals erschienenen wöchentlichen Titel "Frau von Heute" nicht mehr mit dem derzeitigen Titellogo herausgeben oder bewerben - es ähnelt dem des Burda-Objekts "Frau im Trend". Das wird seit kurzem getestet (täglichkress vom 6. Februar 2003) und soll am Samstag bundesweit erscheinen. Im Antrag auf Erlass der EV heißt es, der Springer Titel sei ein "identisch aufgemachtes und an Dreistigkeit nicht zu überbietendes Plagiat". Springer erhebt den gleichen Vorwurf: "Frau im Trend" sei ein Abklatsch seines Frauen-Flaggschiffs "Bild der Frau" - daher der Konter mit "Frau von Heute". Springer-Sprecherin Edda Fels bezeichnet die Konkurrenz als "Offenburger Kopieranstalt". Wie reagiert der Verlag auf die EV? "Wir wollen die Zustellung abwarten", sagt Fels. Übrigens: Nikolas Marten, Herausgeber und Verlagsgeschäftsführer Frauenzeitschriften, hat den neuen Springer-Titel von Ex-"Brigitte"-Chefredakteurin Beatrix Kruse entwickeln lassen. Die "moderne und aufgeschlossene Frau von heute" findet in dem Heft auf 56 Seiten allerhand Tipps - und das für lumpige 40 Cent. Natürlich ein Kampfpreis: "Frau im Trend" kostet 50 Cent. Beachten Sie auch unsere Frauenfrage im Basta-Ressort: Zickenalarm bei Springer und Burda - wie würden Sie entscheiden?

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