Die Sozis machen den Sack zu: DDVG beteiligt sich mit 90% an "FR".

 

Zu 90% sozialdemokratisch
ist fortan die "Frankfurter Rundschau": Die SPD-Medienholding DDVG übernimmt wie geplant (täglichkress vom 19. März 2004) das angeschlagene links-liberale Blatt. Sie wird 90% an der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH halten. Die restlichen 10% behält die bisherige Alleingesellschafterin, die Karl-Gerold-Stiftung. Der Versuch der Medienholding, andere Zeitungsverlage als Partner für einen Einstieg bei der "FR" zu gewinnen, ist somit gescheitert. Die DDVG bekundet aber, weiter "offen für die Beteiligung anderer Verlagshäuser" zu sein. Auf die "FR"-Belegschaft kommt ein weiterer Aderlass zu: Bis zum 31. Dezember 2004 wollen DDVG und Stiftung die Stellenzahl von rund 1.000 auf  750 reduzieren. Beide betonen in einer gemeinsamen Erklärung, dass die "FR" eine "überregionale, unabhängige, politisch engagierte, links-liberale Zeitung" bleibe. Das sei im Gesellschaftervertrag des Unternehmens verankert. Die Stiftung habe "nicht abdingbare Rechte zur Wahrung dieses Anliegens". Der Hauptgläubiger der "FR", die Frankfurter Sparkasse, steht unterdessen nach Auskunft von DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen nicht mehr als Kreditgeber für die "FR" zur Verfügung. Beachten Sie hierzu bitte auch unsere Frage des Tages im Basta-Ressort: Was kaufen die Sozen als nächstes?

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