Frauen-Handel: Springer verkauft "Journal" an Burda.

09.12.2004
 sw
 

Frauen-Handel
bei Deutschlands Verlagen. Springer verkauft seine klassische Frauenzeitschrift "Journal für die Frau" an Burda. Dort soll "Journal" mit der ebenfalls schwächelnden "Freundin" zusammengelegt werden. De facto dürfte das auf eine reine Übernahme der "Journal"-Abonnenten hinauslaufen. Mittelfristig wird der Titel dann als Marke sicherlich verschwinden. Einzelheiten der Fusion will Burda später bekanntgeben. Aber es gibt Hinweise, dass der Münchner Verlag plant, aus seiner "Freundin" eine internationale Zeitschriftenmarke zu machen. Burda will keine der 50 Mitarbeiter von "Journal" übernehmen. Die letzte Ausgabe von "Journal für die Frau" erscheint am 19. Januar. Der Deal soll Mitte Januar über die Bühne gehen. Das Kartellamt muss allerdings noch zustimmen. Grund für den Verkauf sei die fehlende wirtschaftliche Perspektive der Zeitschrift in den vorhandenen Strukturen, heißt es in einer Springer-Mitteilung. Springer räumt bei seinen Frauen-Titeln gerade mächtig auf. Erst vor kurzem wurde "Allegra" eingestellt (täglichkress vom 11. Juni 2004). Der Verkauf von "Journal für die Frau" wirft auch die Frage nach der Zukunft von Nikolas Marten bei Springer auf. Marten ist Verlagsgeschäftsführer und Herausgeber der Frtauentitel. Er war vor allem für "Allegra" und "Journal" zuständig, wollte die beiden Zeitschriften mit aufwändigen Relaunchs Anfang 2003 wieder zu neuen Erfolgen führen - offenbar vergebens. Nun hat Springer bei den Frauenzeitschriften noch seinen großen Klassiker "Bild der Frau", den Billig-Titel "Frau von Heute" und die erfolgreich gestartete junge Frauenzeitschrift "Jolie", die in der Münchner Dependance entwickelt wurde. Die Einstellung von "Allegra" und der Verkauf von "Journal" verschaffen dem Verlag Luft für eventuelle Neugründungen im kommenden Jahr. "Journal" wurde 1978 als "Journal für Haushalt und Familie" gegründet. Ab 1980 hieß die Zeitschrift dann "Journal für die Frau".

 sw

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