29.07.1998
 
 

Per einstweiliger Verfügung
verbot das Landgericht Hamburg dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" Teile des Berichts "Lebenslang Narben" (Ausgabe 31/98) über Tests an Soldaten zur Behandlung von Schuppenflechte (AZ 324 0 384/98) zu behaupten oder zu verbreiten. Der Gerichtsbeschluß betrifft insbesondere Aussagen über den Leiter der Dermatologie des Ulmer Bundeswehrkrankenhauses. Das Hamburger Nachrichtenmagazin darf demnach nicht mehr behaupten, der Leiter habe Mitarbeitern Konsequenzen angedroht, wenn sie beim Betriebsarzt vorstellig würden und er habe seinen Mitarbeitern für ihr Schweigen die Co-Autorenschaft an einer wissenschaftlichen Veröffentlichung angeboten. Außerdem darf der "Spiegel" nicht mehr den Vorwurf verbreiten, daß bei den medizinischen Versuchen drittgradige Verbrennungen aufgetreten seien. "Wenn man das heraus streicht, was verboten wurde, bleibt die Berichterstattung im Kern bestehen", sagt "Spiegel"-Justitiarin Dorothee Bölke.

 

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.