T-Online-Gewinn bricht ein.

10.08.2005
 

Der DSL-Preiskampf hat im zweiten Quartal die T-Online-Bilanz getrübt. Wegen Werbekosten sank das Ebitda gegenüber dem Vorjahr von 130,6 auf 92,6 Mio Euro. Der Umsatz kletterte auf 522 (Vorjahr: 499,5) Mio Euro.

Wettbewerb belastet
T-Online
. Der harte Preiskampf im DSL-Markt hat im abgelaufenen zweiten Quartal die Bilanz des Internet-Dienstleisters getrübt. Wegen Werbekosten sank der Gewinn vor Steuren, Zinsen und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr von 130,6 auf 92,6 Mio Euro. Der Umsatz kletterte auf 522 (Vorjahr: 499,5) Mio Euro. Bei den DSL-Neukunden blieb T-Online erstmals hinter der Konkurrenz zurück. Die Zahl der Neukunden erhöhte sich um 182.000, konzernweit stieg die Zahl Breitbandkunden bis Ende Juni auf knapp 4,2 Mio. Die Wettbewerber United Internet und Arcor sammelten damit voraussichtlich mehr Nutzer ein als die Deutsche-Telekom-Tochter (täglichkress vom 3. August 2005). Der harte Preisdruck wird auch das Gesamtjahresergebnis belasten: T-Online rechnet für 2005 mit einem Umsatz von 2,1 Mrd Euro (400 Mio weniger als ursprünglich geplant) und einem Ebitda von 285 Mio Euro. Indes will das Unternehmen über eine Einstweilige Verfügung bei Gericht die Freigabe der Fusion mit ihrem Mutterkonzern Deutsche Telekom erreichen (täglichkress vom 11. Oktober 2004). T-Online-Boss Rainer Beaujean sagte in einer Telefonkonferenz, man werde in den nächsten Tagen beim örtlichen Landgericht einen Antrag einreichen, in dem die Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister als dringlich dargelegt werde. Bislang liegt die Transaktion auf Eis, weil laut Beaujean 25 Anfechtungsklagen von 38 Parteien gestellt wurden.

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