Zeitungen bleiben Springer-Umsatzbringer.

08.03.2006
 sw
 

Neben den bereits bekannten Rekordzahlen (Überschuss von 230,7 Mio Euro) gab Springer-Chef Mathias Döpfner am Mittwoch Details zur Bilanz bekannt. Demnach steuerten die Zeitungen 1,442 Mrd Euro zum Gesamtumsatz von rund 2,4 Mrd bei.

Zeitungen und Zeitschriften
sind und bleiben das Brot-und-Butter-Geschäft der Axel Springer AG. Wie bereits vorab bekannt gegeben (täglichkress vom 16. Februar 2006), konnte Vorstandschef Mathias Döpfner auf der Bilanz-Pressekonferenz am Mittwoch mit 338,3 Mio Euro das höchste EBITA in der Verlagsgeschichte verkünden. Bereinigt um Sondereffekte lag das operative Ergebnis 2005 knapp 40% höher als im Vorjahr. Der Überschuss kletterte auf den Rekordwert von 230,7 Mio Euro (Vorjahr: 147,5 Mio). Dabei ist und bleibt Springer nach der gescheiterten Fusion mit ProSiebenSat.1 Media in erster Linie ein Zeitungshaus. Zum Gesamtumsatz von rund 2,4 Mrd Euro steuerten die Zeitungen, allen voran die "Bild"-Gruppe 1,442 Mrd Euro bei. Bei stabilen Vertriebserlösen stiegen die Anzeigenumsätze bei Zeitungen um respektable 4,5% auf 715,2 Mio Euro. Das und anhaltende Sparmaßnahmen verschafften den Zeitungen einen steilen Anstieg des EBITA um 29% auf 323,3 Mio Euro. Die Zeitungssparte von Springer ist stark wie nie zuvor und die Bedeutung der "Bild"-Gruppe für den Konzern damit größer denn je. Die Zeitschriften steigerten den Umsatz um 2% auf 787,1 Mio Euro. Das EBITA der Zeitschriften kletterte von 9,8 Mio auf 49,5 Mio Euro. Hier wird der Bedeutungsunterschied der Zeitschriften zu den Zeitungen deutlich. Für 2006 rief Döpfner Neugründungen, vor allem im Ausland als Priorität aus. Das Erscheinen einer Gratiszeitung in Deutschland hält Döpfner für immer unwahrscheinlicher. Gratiszeitungen seien nur in Ländern erfolgreich, in denen es wenig oder keinen Wettbewerb gebe, so Döpfner. Zeitschriften-Vorstand Andreas Wiele verkündete, dass das Projekt einer Kindertageszeitung derzeit getestet werde. Eine solche Zeitung würde aber nur in einem Abo-Modell Sinn ergeben, außerdem seien verschiedene Ausgaben für verscieden Alterstsufen denkbar, so Wiele. Ein weiteres Projekt, eine Zeitschrift für die ältere Zielgruppe, sei ebenfalls bald entscheidungsreif.

 sw

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