Simonis unterliegt "Bild".

 

Das Landgericht Berlin hat eine Schadensersatzklage von Heide Simonis gegen "Bild" abgelehnt. Die Klage richtete sich gegen die despektierliche Berichterstattung der Boulevardzeitung über die Teilnahme der Ex-Politikerin an der RTL-Tanzshow "Let's dance" und die Mutmaßung, sie könnte auch an der "Dschungelshow" teilnehmen.

Einen verbalen Freudentanz
veranstaltet "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann: Nach Angaben von Axel Springer hat das Landgericht Berlin jetzt eine Klage von Heide Simonis gegen die Boulevardzeitung auf Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 Euro "im vollen Umfang" abgewiesen. Die Kosten des Verfahrens seien der Klägerin auferlegt worden. Hintergrund: "Bild" hatte im Mai über die Teilnahme der ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin an der RTL-Tanzshow "Let's dance" mehrfach despektierlich ("Arme Hoppel-Heide!") berichtet und gemutmaßt, Simonis könnte auch in der RTL-"Dschungelshow" auftreten. "Bild" illustrierte das mit einer Fotomontage, die sie überhäuft von Maden zeigte. Die Ex-Poltikerin setzte daraufhin eine Gegendarstellung auf der Seite 1 der "Bild" durch. Eine das Schmerzensgeld rechtfertigende Persönlichkeitsverletzung habe das Landgericht in der Berichterstattung aber nicht erkennen können, so jetzt Springer in einer Mitteilung. Chefredakteur Diekmann frohlockt: "Heide Simonis hat mit ihrer Tanzshow ihr Ansehen nachhaltig beschädigt. An einer lächerlichen Show teilnehmen wollte sie, aber darüber lachen sollte man nicht."

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