"Nordwest-Zeitung" legt Beschwerde gegen Abmahnung ein.

 

Reinhard Köser, Verleger der Oldenburger "Nordwest-Zeitung", hat beim OLG Düsseldorf Beschwerde gegen eine Abmahnung durch das Bundeskartellamt eingelegt. Die Kartellis hatten ihm auferlegt, eine Beteiligung an der "Ostfriesen-Zeitung" zu entflechten. Der Verleger soll sich am Kartellamt vorbei an weiteren Verlagen beteiligt haben.

Vor dem Kadi
treffen sich womöglich die Rechtsanwälte des Verlags der "Nordwest-Zeitung" und Vertreter des Bundeskartellamtes. Über die Jahre hat Verleger Reinhard Köser ein beachtliches Regionalmedien-Geflecht aufgebaut, dazu zählen Beteiligungen an der "Ostfriesen-Zeitung", der "Emder Zeitung" und dem "Ostfriesischen Kurier". Die Anmeldung der Übernahmen beim Kartellamt unterließ Köser jedoch. Nun recherchiert die Bonner Behörde seit einem halben Jahr und hat bereits im Fall "Ostfriesen-Zeitung" eine Abmahnung an den Oldenburger Verlag geschickt, verbunden mit der Aufforderung, die Beteiligung zu entflechten (Aktenzeichen: B6–534/06). Dagegen hat Verleger Köser prompt Beschwerde beim OLG Düsseldorf eingelegt (Aktenzeichen: 6-Kart21/06). Auf kress-Anfrage heißt es beim OLG, beide Seiten müssten bis zum 26. Februar eine Stellungnahme abgeben. Gleichzeitig laufen beim Kartellamt Gespräche mit den Oldenburgern über ein Entflechtungskonzept. Wenn die Ostfriesen kein Einsehen haben, muss das OLG ran.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.