Ralf Geisenhanslüke wird zum 1. Januar 2008 Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung.

 

Schwäbische Zeitung: Geisenhanslüke wird Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke (Foto) muss in den kommenden vier Monaten ordentlich schwäbisch büffeln: Der 47-Jährige, derzeit stellvertretender Chefredakteur der Glocke in Oelde (Westfalen), wird zum 1. Januar Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, Leutkirch. Sein Vorgänger Joachim Umbach beschränkt sich von diesem Zeitpunkt an auf die Tätigkeit als "Mediendirektor".

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Geisenhanslüke wird Chefredakteur

Maultaschen und Gsälz statt Pickert und Möpkenbrot: Ralf Geisenhanslüke, 47 (Foto), wird zum 1. Januar 2008 Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch. Der gebürtige Gütersloher ist derzeit noch stellvertretender Chefredakteur der Lokalzeitung Die Glocke in Oelde (Westfalen).

 

Geisenhanslüke folgt in Leutkirch auf Joachim Umbach, 58, der sich nach zehn Jahren als Chefredakteur nun auf seine Aufgabe als "Mediendirektor" des Medienhauses Schwäbischer Verlag konzentrieren soll. Die Doppelfunktion des Chefredakteurs und Mediendirektors übt Umbach seit April aus (kress.de vom 3. April 2007).

 

Geisenhanslüke hat nach dem Studium ein Volontariat bei der im Verlag E. Holterdorf erscheinenden Tageszeitung Glocke gemacht. Seit 1988 arbeitet er dort als Redakteur. Im Jahr 1993 wurde er Chef vom Dienst und Mitglied der Chefredaktion, 1999 stellvertretender Chefredakteur. Seit 2004 ist er auch Prokurist des Verlages. Geisenhanslüke ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

Der neue Chefredakteur soll laut Verlag "die vor zehn Jahren eingeleitete Regionalisierung fortentwickeln und auch in Zukunft eine Zeitung mit aktuellen und exklusiven Informationen, einer erklärenden Hintergrundberichterstattung und mit hohem Nutzwert präsentieren". Ob ihm Maultaschen und Gsälz in Leutkirch dauerhaft schmecken, wird wohl auch von der Ausgestaltung der Zusammenarbeit mit Umbach abhängen, der als Mediendirektor "für die publizistischen Belange des gesamten Medienhauses zuständig" sein soll. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Georg Altrogge, stellvertretender Chefredakteur, trennte sich vor einem Jahr von dem Blatt, weil er mit Umbach nicht zurechtkam (kress.de vom 31. August 2006).

 

Zum Medienhaus Schwäbischer Verlag gehören neben der Schwäbischen Zeitung (22 Lokalausgaben, Auflage: zuletzt 182.490 verkaufte Exemplare), die regionale Wochenzeitung Info und weitere Anzeigen- und Amtsblätter, Special-Interest-Magazine, eine Nachrichten- und Unterhaltungs-Website unter www.SZOn.de sowie der Sender Regio.TV und die Unternehmen Udia-Filmwerbung und Europa Film + Werbung. Außerdem sind die Leutkircher an Radio 7 beteiligt. Mediendirektor Umbach soll laut Mitteilung "die crossmediale Zusammenarbeit im Neubau des Medienhauses Schwäbischer Verlag in Ravensburg vorbereiten und organisieren". Der Umzug dorthin ist für 2010 vorgesehen (kress.de vom 28. März 2007).

Henning Kornfeld

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