Die neue Focus-Studie Communications Networks 11.0 ist da.

12.09.2007
 nk
 

Medien-Junkies: Deutsche verbringen täglich 8,5 Stunden mit der Mediennutzung Mehr Zeit als Familie und Freunde nehmen bei den Deutschen mittlerweile die Medien ein. Stolze 8 Stunden und 36 Minuten verbringt der Durchschnittsdeutsche mit TV, Radio, Print und Internet. Oft werden verschiedene Gattungen gleichzeitig genutzt. Das ergab die Studie Communications Networks 11.0, die vom Focus Magazin Verlag herausgegeben wird.  

Medien-Junkies:

 

Deutsche verbringen täglich 8,5 Stunden mit der Mediennutzung

Communications Networks-Cover Mehr Zeit als Familie und Freunde nehmen bei den Deutschen mittlerweile die Medien ein. Stolze 8 Stunden und 36 Minuten verbringt der Durchschnittsdeutsche mit TV, Radio, Print und Internet. Das ergab die Studie Communications Networks 11.0, die vom Focus Magazin Verlag herausgegeben wird. Spitzenreiter ist das Fernsehen mit rund 2,5 Stunden täglicher Nutzung, gefolgt vom Radio mit knapp 2 Stunden. Die private PC-Nutzung nimmt eine Dreiviertelstunde ein, jeweils eine halbe Stunde entfällt auf Zeitschriften und Tageszeitungen sowie das private Surfen. Gerne und oft werden verschiedene Gattungen gleichzeitig genutzt. So liest jeder dritte TV-Zuschauer gleichzeitig Zeitung oder Zeitschriften und fast jeder zweite Zeitschriftenleser hört nebenbei Radio.

 

Der Geschlechterunterschied hinterlässt auch bei der Mediennutzung seine Spuren: Während Männer mehr Online-Spiele daddeln, Tageszeitungen lesen und ihr Handy nutzen, finden Frauen mehr Gefallen an Offline-Spielen, telefonieren lieber im Festnetz, lesen Bücher und hören Radio (gerne auch gleichzeitig).

 

Online

 

Die Online-Nutzung steigt weiter stetig: Heute sind 61% der Befragten online. Zwar sind Online-Nutzer nach wie vor eher jung, doch die Silver Surfer holen auf (31% der über 50-Jährigen sind im Netz). Die gesteigerte Internet-Nutzung geht dabei nicht auf Kosten der Zeitschriften. Hier liegt der Anteil der Nutzer seit 1999 weitgehend stabil bei 94%.

 

Bei den 33,54 Mio deutschen Online-Nutzern zwischen 14 und 69 stehen besonders Suchmaschinen, E-Mail und Produktinformationen hoch im Kurs. Foto- und Videoportale, Communitys und SecondLife werden laut der Studie nicht so stark frequentiert wie es die Medienberichterstattung vermuten ließe. Die Zahl der deutschen Blogger liegt mittlerweile bei 3,14 Mio - die meisten davon männlich, jung und gut gebildet.

 

Neue Technologien

 

Insgesamt sind die deutschen Haushalte gut mit moderner Unterhaltungselektronik ausgestattet, wobei jene Häuser mit Führungskräften meist besser bestückt sind. Allerdings finden die neuen Technologien noch wenig Freunde. Mit einem MP3-Player hören die meisten nur Musik, lediglich 2% nutzen das Gerät für Podcasts, und 8% sehen sich darauf Bilder an. Besonders frappierend ist die Kluft zwischen Möglichkeiten und tatsächlicher Nutzung bei Mobiltelefonen: Von über 22 Funktionen nutzen über die Häfte der Handy-Besitzer gerade mal zwei (Telefonieren und SMS).

 

Werbewirkung

 

In Sachen Werbewirkung liegen Zeitschriften weiter vor Online. 34% der Befragten halten Anzeigen in Zeitschriften für glaubwürdig, Onlinewerbung dagegen nur 20%. Außerdem empfinden die Nutzer Werbung im Internet eher als störend (57%) als Anzeigen (32%).

 

Für die Communications Networks-Studie werden monatlich 1.000 Menschen aus einem Pool von 24.765 Leuten befragt - 500 davon bevölkerungsrepräsentativ, 500 Entscheider. Die Studie erscheint zweimal jährlich. Die CN 11.0 wurde durchgeführt von den Marktforschungsinstituten NFO INfratest Burke InCom und MMA. Weitere Infos gibt's unter www.medialine.de.

Nina Kirst

 

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