FAZ künftig mit Farbfoto auf der Titelseite.

04.10.2007
 sw
 

Alles so schön bunt hier: Frankfurter Allgemeine wagt Layout-Reform mit einem Farbfoto auf Seite 1 Traditionalisten unter den FAZ-Lesern dürften schon die Griffel für gesalzene Leserbriefe spitzen. Die gute alte Frankfurter Allgemeine Zeitung wagt einen zaghaften Schritt in die Moderne und erscheint ab Freitag, 5. Oktober, regelmäßig mit einem Farbfoto auf der Titelseite. Welche Bedeutung die aktuelle Layout-Reform für die FAZ hat mag man daran erkennen, dass bereits das Einführen eines roten Wegweiser-Kästchen 2005 unter den Lesern für einen Proteststurm sorgte.

Alles so schön bunt hier:

 

Frankfurter Allgemeine wagt Layout-Reform mit einem Farbfoto auf Seite 1

Die neue FAZTraditionalisten unter den FAZ-Lesern dürften schon die Griffel für gesalzene Leserbriefe spitzen. Die gute alte Frankfurter Allgemeine Zeitung wagt einen zaghaften Schritt in die Moderne und erscheint ab Freitag, 5. Oktober, regelmäßig mit einem Farbfoto auf der Titelseite (Foto links). Welche Bedeutung die aktuelle Layout-Reform für die FAZ hat mag man daran erkennen, dass bereits das Einführen eines roten Wegweiser-Kästchen 2005 unter den Lesern für einen Proteststurm sorgte (kress.de vom 17. Juni 2005 ).Die bisherige FAZ

 

Was sich der Leiter des FAZ-Grafik-Ressorts, Johannes Jannsen, und Peter Breul, der Art Director der wesentlich moderneren Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, nun ausgedacht haben, geht da schon deutlich weiter. Neben dem Fabrfoto auf der Seite 1 fällt die Fraktur-Überschrift bei den Kommentaren und Leitartikeln weg - jahrzentelang Symbol für die ultra-traditionelle FAZ-Denke. Ebenso werden die Linien zwischen den Spalten gestrichen. Neu hinzu kommen dafür kurze Zusammenfassungen, die langen Artikeln vorangestellt werden.

 

Die allererste FAZ von 1949In vorauseilender Rechtfertigung gegenüber der konservativen Leserschaft beeilt sich die FAZ zu versichern, dass das neue Layout in einer Leserbefragung sehr gut angekommen sei. Zuspruch habe es vor allem von Frauen und jüngeren Lesern gegeben - und ohne die kann eine Zeitung heute ja keinen Staat mehr machen. Gleichzeitig versicht die FAZ sich selbst und allen Lesern, dass nun keineswegs eine "Bilderflut" zu erwarten sei und der Kurs nicht "ins Flache" führe.

 

Eine weitere Änderung betrifft die schon bei Geburt sehr modern auftretende Sonntagszeitung. Künftig werden die Stellenanzeigen der Samstags-FAZ auch in der sonntäglichen FAS erscheinen, die somit ein ganzes Stück dicker wird. Motor hinter der kleinen großen FAZ-Revolution ist Geschäftsführer Tobias Trevisan. Der Mann kennt sich aus. Er hat als Geschäftsführer der ähnlich positionierten Neuen Zürcher Zeitung auch schon mit einem Farbfoto auf der Titelseite neues Leben eingehaucht.

 

Die mehrfach preisgekrönte FAZ-Tesimonial-Kampagne mit dem Claim Dahinter steckt immer ein kluger Kopf läuft übrigens weiter. Neue Motive wurden mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck aufgenommen. kress-Abonnenten können sich die sehenswerten neuen Motive als PLUS-Teil anschauen, einfach unten klicken.

Stefan Winterbauer

 sw

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