Kirch kündigt öffene Versteigerung der Rechte an.

10.10.2007
 
 

Dicke Luft bei Premiere: Kirch kündigt offene Versteigerung der Bundesliga-Rechte an Medienunternehmer Leo Kirch hat nach der Einigung mit der DFL eine offene Versteigerung der Bundesliga-Rechte angekündigt: "Das ist absolut offen. Es gibt keine Vorabsprachen", so ein Kirch-Sprecher. "Jeder kann, darf mitbieten." An der Börse wird der Bezahlsender Premiere als einer der möglichen Verlierer des Milliardengeschäfts gesehen. Die Aktie brach am Mittwoch um zeitweise fast 9% auf 13,30 Euro ein.

Dicke Luft bei Premiere:

 

Kirch kündigt offene Versteigerung der Bundesliga-Rechte an

Medienunternehmer Leo Kirch hat nach der Einigung mit der DFL eine offene Versteigerung der Bundesliga-Rechte angekündigt: "Das ist absolut offen. Es gibt keine Vorabsprachen", so ein Kirch-Sprecher. "Jeder kann, darf mitbieten." An der Börse wird der Bezahlsender Premiere als einer der möglichen Verlierer des Milliardengeschäfts gesehen. Die Aktie brach am Mittwoch um zeitweise fast 9% auf 13,30 Euro ein.

 

Der Kurs war bereits am Vortag in die Knie gegangen, als die DFL Kirch nach stundenlanger Debatte den Zuschlag erteilte. Für das Pay-TV wollen DFL und Kirch künftig fertig produzierte Live-Sendungen verkaufen, was von Premiere scharf kritisiert wird: "Die eigene Produktion ist ein wichtiges Differenzierungsmittel für uns", so ein Premiere-Sprecher. Derzeit könne sich Premiere nicht vorstellen, fertige DFL-Bilder zu senden. "Das sehen wir nicht."

 

Nach dem arena-Flop hoffen die DFL und Kirch, dass sich durch den Verkauf fertig produzierter Live-Sendungen im Bieter-Wettbewerb neue Konkurrenten zu Premiere finden lassen. Denn nun können andere Bieter auf das Angebot von Sirius und der DFL zurückgreifen, ohne eine eigene Redaktion aufzubauen. Trotz dem Ärger über die neuen Modalitäten will sich Premiere nicht zurückziehen. "Bieten werden wir auf jeden Fall", so ein Sprecher. Mehr Geld werde man aber nur zahlen, wenn es mehr Exklusivität gibt - die Sportschau also erst später am Abend läuft. Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, sagte in Bezug auf die Erstausstrahlung im Free-TV: "Ich kann die Bedenken nicht zerstreuen, dass es die Sportschau weiter um die bisherige Uhrzeit geben wird. Premiere hat die Möglichkeit, sein präferiertes Modell mit einem Gebot zu versehen." Zurzeit strahlt das Erste ab 18.30 Uhr Bilder von der Fußball-Bundesliga aus.

Marc Bartl

 

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