ProSiebenSat.1 zeigt wenig Interesse an der Fußball-Bundesliga.

16.10.2007
 

"Kein großer Spieler": ProSiebenSat.1 zeigt wenig Interesse an der Fußball-Bundesliga Die ProSiebenSat.1 Media AG zeigt bislang nur wenig Interesse an den Bundesliga-Rechten ab 2009, die im Frühjahr ausgeschrieben werden sollen. "Es ist zu früh zu sagen, welche Rolle wir spielen, aber wir werden nicht ein paar 100 Mio EUR in die Bundesliga investieren", sagte Vorstandsvorsitzender Guillaume de Posch am Montagabend vor Wirtschaftsjournalisten in Hamburg. "Wir sind da kein großer Spieler." Bis Ende des Jahres will ProSiebenSat.1 über die Zukunft ihrer Produktionssparte PSP entscheiden.

"Kein großer Spieler":

 

ProSiebenSat.1 zeigt wenig Interesse an der Fußball-Bundesliga

Die ProSiebenSat.1 Media AG zeigt bislang nur wenig Interesse an deb Bundesliga-Rechten ab 2009, die im Frühjahr ausgeschrieben werden sollen. "Es ist zu früh zu sagen, welche Rolle wir spielen, aber wir werden nicht ein paar 100 Mio EUR in die Bundesliga investieren", sagte Vorstandsvorsitzender Guillaume de Posch am Montagabend vor Wirtschaftsjournalisten in Hamburg. "Wir sind da kein großer Spieler." Die Deutsche Fußball-Liga hat in der vergangenen Woche beschlossen, die Bundesliga-Rechte ab der Saison 2009/10 durch Sirius, eine Tochter des Medienunternehmers Leo Kirch, vermarkten zu lassen.

 

Bis Ende des Jahres will ProSiebenSat.1 über die Zukunft ihrer Produktionssparte PSP entscheiden. Auch einen Komplettverkauf schließt de Posch nicht aus. "Wir brauchen für diese Sparte Unterstützung". Ihm schwebe eine strategische Partnerschaft vor. Derzeit liefen dazu Gespräche. Zu möglichen Partnern äußerte sich De Posch nur indirekt. Er verwies auf Berichte, in denen unter anderem die BBC-Produktionsfirma Red Bee, IBM Deutschland und Siemens genannt worden waren. "Ich lasse das jetzt mal so stehen", sagte er.

 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet de Posch weiterhin mit einem Wachstum des TV-Werbemarktes in Deutschland von zwei bis drei Prozent. "Das ist aber abhängig vom vierten Quartal". Das kürzlich vom Kartellamt gegen den Konzern verhängte Bußgeld in Höhe von 120 Mio Euro werde das Ergebnis in Deutschland belasten, räumte de Posch ein. "Das ist eine Last für 2007." Er sei aber zuversichtlich, dass diese durch die übernommene Sendergruppe SBS kompensiert werde. Das Kartellamt hatte Anfang Oktober ein Verfahren um die Vermarktung von Werbezeiten beendet und gegen ProSiebenSat.1 ein Bußgeld verhängt.

Marc Bartl

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