"Nordkurier" wird in drei Regionalverlage aufgespalten.

08.11.2007
 sw
 

"Nordkurier" baut um: Drei Verlage sollt ihr sein Der "Nordkurier" in Neubrandenburg wird intern völlig neu strukturiert. Geschäftsführer Manfred Christoffer bildet aus den bestehenden Lokalredaktionen drei Regionalverlage in denen die insgesamt zwölf Lokalausgaben der Zeitung erscheinen. Regionale Newsdesks und Reporter, die gleichzeitig Texte und Bilder digital in das Online-Angebot einspeisen, sollen die Zeitung nach vorne bringen. Mitarbeiter hatten kürzlich gegen die bevorstehenden Änderungen demonstriert

"Nordkurier" baut um:

 

Drei Verlage sollt ihr sein

Der "Nordkurier" in Neubrandenburg wird intern völlig neu strukturiert. Geschäftsführer Manfred Christoffer bildet aus den bestehenden Lokalredaktionen drei Regionalverlage in denen die insgesamt zwölf Lokalausgaben der Zeitung erscheinen. Regionale Newsdesks und Reporter, die gleichzeitig Texte und Bilder digital in das Online-Angebot einspeisen, sollen die Zeitung nach vorne bringen. Mitarbeiter hatten kürzlich gegen die bevorstehenden Änderungen demonstriert (kress.de vom 29. Oktober 2007 ).

 

"Seit 2003 hat der 'Nordkurier' über 10$ Auflage und 9% Anzeigenvolumen eingebüßt", sagt Christoffer, "das Durchschnittsalter der Leser steigt, das junge Publikum greift seltener zur Zeitung." Ein Innovationsschub sei also dringend nötig, so Christoffer weiter. Die drei neuen Regionalverlage heißen Kurierverlag Mecklenburgische Seenplatte, Kurierverlag Südpommern und Kurierverlag Uckermark. Geschäftsführer der Unter-Einheiten sind ab dem 1. Januar 2008 Tilo Schelsky und Oscar Tiefenthal. Christoffer scheidet Anfang 2008 als Geschäftsführer des "Nordkuriers" aus. Sein Nachfolger Lutz Schumacher ist bereits an Bord, die neue Struktur trägt allerdings noch die Handschrift Christoffers.

 

Schumachers Berufung hatte die Belegschaft der Zeitung zusätzlich auf die Palme gebracht. Unter seiner Führung wurde die Lokalredaktion der "Münsterschen Zeitung" in einer Nacht-und-Nebel-Aktiongegen eine neue, jüngere Redaktion ausgetauscht (kress.de vom 22. Januar 2007). Beim "Nordkurier" soll ein Großteil der Beschäftigten in die neuen Regionalverlage hinüberwechseln. Tariflich ist das ohne Belang, denn auch der Kurierverlag selbst ist nicht mehr tarifgebunden. Wie aus dem Hause zu hören ist, soll es aber keine Kündigungen geben. Da es sich bei der Aktion um einen so genannten Teilbetriebsübergang handelt, haben die Arbeitnehmer ohnehin ein Jahr lang Bestandsschutz, d.h. wenn sie nicht gerade silberne Löffel klauen, dürfen sie nicht gefeuert werden. Nach dem Jahr können die Karten dann freilich neu gemischt werden.

Stefan Winterbauer

 sw

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.