Christian Nienhaus wechselt zur WAZ

 

WAZ-Gruppe / Axel Springer AG: "Bild"-Geschäftsführer Christian Nienhaus wechselt zur WAZ-Gruppe Christian Nienhaus, 47, wird nach kress-Informationen Geschäftsführer der WAZ-Gruppe. Er führt damit künftig gleichberechtigt neben Bodo Hombach, 55, die Geschäfte des Essener Medienkonzerns. Seit 2001 ist Nienhaus Verlagsgeschäftsführer der Zeitungsgruppe Bild der Axel Springer AG und fuhr mit der Boulevardzeitung regelmäßig Rekordgewinne für Springer ein. Ein Nachfolger für Nienhaus ist angeblich noch nicht gefunden. Ebenfalls ist noch unklar, wann Nienhaus seinen neuen Job antreten kann. Die miteinander im Clinch liegenden Familienstämme der WAZ-Gruppe, Brost und Funke, haben die Berufung dem Vernehmen nach einstimmig beschlossen.      

WAZ-Gruppe / Axel Springer AG:

 

"Bild"-Geschäftsführer Christian Nienhaus wechselt zur WAZ-Gruppe

Christian NienhausChristian Nienhaus, 47, wird nach kress-Informationen Geschäftsführer der WAZ-Gruppe. Er führt damit künftig gleichberechtigt neben Bodo Hombach, 55, die Geschäfte des Essener Medienkonzerns. Seit 2001 ist Nienhaus Verlagsgeschäftsführer der Zeitungsgruppe Bild der Axel Springer AG und fuhr mit der Boulevardzeitung regelmäßig Rekordgewinne für Springer ein. Ein Nachfolger für Nienhaus ist angeblich noch nicht gefunden. Ebenfalls ist noch unklar, wann Nienhaus seinen neuen Job antreten kann. Die miteinander im Clinch liegenden Familienstämme der WAZ-Gruppe, Brost und Funke, haben die Berufung dem Vernehmen nach einstimmig beschlossen.

 

Die Funke-Familien-Gesellschaft (FFG) wollte den erfolgreichen Verlagsmanager schon lange für sich gewinnen. Nach den Abgängen der Geschäftsführer Lutz Glandt und Detlef Haaks stand der Familienstamm ohne einen Geschäftsführer da. Dessen Aufgaben hatte der Sprecher der FFG, der Rechtsanwalt Stephan Holthoff-Pförtner, in den vergangenen Monaten mit übernommen. Auf Seiten der Familie Brost führt seit dem Tod von Erich Schumann Bodo Hombach die Geschäfte.

 

Holthoff-Pförtner und Hombach waren sich schon seit einiger Zeit darüber einig, die WAZ-Struktur zu reformieren. Künftig soll es nur noch zwei Geschäftsführer geben, die im Stil von CEOs die Geschicke der WAZ-Gruppe lenken. Unterhalb dieser Ebene wird ein Board installiert, zu dem der ehemalige Bauer-Manager Manfred Braun, Ex-Springer-Vertriebsmann Gregor Stemmle und der neue Finanzchef Stephan Künzer gehören sollen (kress.de vom 30. November 2007) .

 

Die Reform der Unternehmensstruktur wurde bisher von der Familie Grotkamp blockiert, die zum Funke-Stamm gehört. Das Ehepaar Petra und Günther Grotkamp wollte sich beispielsweise nicht darauf einlassen, dass Entscheidungen innerhalb des Stamms mit Mehrheit beschlossen werden dürfen. Sie halten weiter an einem Prinzip der Einstimmigkeit fest. Dass die Grotkamps nun der Berufung von Nienhaus zugestimmt haben, könnte ein erster Schritt zur Einigung unter den zerstrittenen Gesellschafterfamilien sein.

 

Mit Nienhaus haben die Essener einen guten Fang gemacht. Der gebürtige Westfale war u.a. Geschäftsführer der "Hamburger Morgenpost", der "Berliner Zeitung" und des Badischen Verlags in Freiburg. Kurze Zeit war er auch Geschäftsführer der "Süddeutschen Zeitung". Sein Abgang dürfte für Springer-Chef Mathias Döpfner einen herben Verlust bedeuten - die Bild-Gruppe ist die Cash-Cow des Konzerns. Und die kann nicht jeder melken.

 

Christian Meier / tw

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