studiVZ macht sich mit neuer Strategie bereit für den Konkurrenzkampf mit Facebook.

28.01.2008
 nk
 

Ready to rumble: studiVZ legt sich 2008 ins Zeug studiVZ macht sich für den Konkurrenzkampf mit Facebook warm, das bis Ende März eine deutsche Version ins Netz bringen will. studiVZ-CEO Marcus Riecke verrät in einem Interview mit "FAZ.net", wie er sein Netzwerk größer und profitabler machen will. Eckpfeiler der Strategie sind die Öffnung für externe Entwickler, die Gründung eines neuen VZs oberhalb von studiVZ, volle Konzentration auf Deutschland und ein möglicher Beitritt in Googles Open Social. Rieke steckt sich hohe Ziele: Bis Ende 2008 sollen die Mitgliederzahlen in allen Netzwerken auf mindestens 14 Mio steigen, der Umsatz soll verdrei- oder gar vervierfacht werden. Mehr zu den Veränderungen im Einzelnen lesen Sie nach dem Umblättern.

Ready to rumble:

 

studiVZ legt sich 2008 ins Zeug

 

studiVZ macht sich für den Konkurrenzkampf mit Facebook warm, das bis Ende März eine deutsche Version ins Netz bringen will. studiVZ-CEO Marcus Riecke (Foto) verrät in einem Interview mit "FAZ.net", wie er sein Netzwerk größer und profitabler machen will. Eckpfeiler der Strategie sind die Öffnung für externe Entwickler, die Gründung eines neuen VZs oberhalb von studiVZ, volle Konzentration auf Deutschland und ein möglicher Beitritt in Googles Open Social.

 

 

Öffnung für externe Entwickler

 

Die Öffnung für externe Entwickler hatte Facebook im vergangenen Jahr zu einem enormen Mitglieder-Anstieg verholfen. Während sich das amerikanische Vorbild jedoch ganz geöffnet hat, will Riecke die Schnittstelle bei studiVZ nur auf Anfrage freigeben. D.h. neue Applikationen werden erst von studiVZ-Mitarbeitern geprüft, bevor sie auf die Nutzer los gelassen werden. Das scheint bei der enormen Flut von mehr oder weniger guten Applikationen bei Facebook als eine gute Taktik. Der Beitritt zu Googles Netzwerk-Konglomerat Open Social sei zwar noch keine beschlossene Sache, aber die Chancen stünden sehr gut, so Riecke zu "FAZ.net".

 

Neues Netzwerk

 

Das neue Netzwerk oberhalb studiVZ soll sich an Freunde der studiVZ-Nutzer richten, die nicht mehr studieren oder nie studiert haben - quasi als Auffangbecken für alle, die bisher kein passendes deutsches Social Network für sich entdeckt haben. Riecke will die neue Seite eng mit studiVZ vernetzen - u.a. sollen sich die Mitglieder gegenseitig Nachrichten schicken und Einsicht in die Profile haben können. Das "füralleVZ" wird auf Englisch und Deutsch angeboten. Zwar sei in dem neuen Netzwerk mehr Platz für Arbeitgeber-Kontaktdaten, ein Xing-Klon solle es allerdings nicht werden: "Im Fokus steht die private Kommunikation", so Riecke.

 

Konzentration auf Deutschland

studiVZ

Von Expansion ist derweil keine Rede mehr. Ab sofort wolle sich studiVZ voll auf Deutschland konzentrieren. studiVZ betreibt u.a. Seiten in Polen, Spanien und Frankreich - richtig Fuß fassen konnte es allerdings nur in Polen. Die Seiten bleiben zwar weiter bestehen, werden ab sofort aber nicht mehr weiterentwickelt, kündigt Riecke an.

 

Mehr Privatsphäre

 

Auch inhaltlich sind Änderungen geplant. So will studiVZ demnächst neue Optionen zum Schutz der Privatsphäre anbieten. Durch filigrane Einstellungsmöglichkeiten sollen Nutzer genauer bestimmen können, wer was auf ihrem Profil sehen darf - und damit verhindern können, dass "Personalleiter ihre Partyfotos sehen", so Riecke.

 

Ambitionierte Ziele für 2008

 

Die Ziele für das laufende Jahr steckt Riecke sehr hoch: Die Mitgliederzahlen in allen Netzwerken sollen bis Jahresende auf mindestens 14 Mio steigen. Derzeit verzeichnet studiVZ 4,8 Mio Mitglieder und der Ableger schülerVZ 2,7 Mio. Der Umsatz, der derzeit in einstelliger Mio-Höhe liegt und noch für keinen Break-Even sorgt, soll verdrei- oder gar vervierfacht werden.

Nina Kirst

 

 nk

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.