OWM lehnt neue Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter ab und ruft zum Dialog auf.

28.01.2008
 nk
 

Verhärtete Fronten: OWM lehnt Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter ab Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband macht ihrer Wut in einer Pressemitteilung Luft: Die neuen Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter seien "intransparent, unflexibel und viel zu komplex", so Uwe Becker, OWM-Vorsitzender. Die Organisation warnt vor einem Imageschaden der Mediabranche und ruft zum konstruktiven Dialog auf.

Verhärtete Fronten:

 

OWM lehnt Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter ab

OWMDie Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) macht ihrer Wut in einer Pressemitteilung Luft: Die neuen Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter seien "intransparent, unflexibel und viel zuUwe Becker komplex", so der OWM-Vorsitzende Uwe Becker (Bild rechts). Die TV-Vermarkter hatten als Reaktion auf die Untersuchungen des Kartellamts wegen sogenannter Share-Deals neue Modelle vorgelegt (kress.de vom 11. Oktober 2007). Diese sehen aber laut Becker weiter Rabatte und Freispots für Agenturen vor und werden von den werbetreibenden Unternehmen abgelehnt.

 

Die OWM warnt weiterhin vor einem Imageschaden der Mediabranche. In Anbetracht der Ereignisse der vergangenen Monate erscheint diese Warnung jedoch etwas verspätet: Für besonderes Aufsehen sorgte neben den hohen Geldbußen, die das Kartellamt den TV-Vermarktern IP Deutschland und SevenOneMedia aufbrummte (kress.de vom 5. Oktober 2007), die Affäre Ruzicka, die derzeit vor dem Landgericht Wiesbaden verhandelt wird (kress.de vom 16. Januar 2008).

 

Joachim SchützDaher ruft die OWM zum konstruktiven Dialog auf, um gemeinsam ein transparentes und tragfähiges Mediasystem zu erarbeiten: "Wir alle haben eine Verantwortung für das Image der Mediabranche und müssen sie auch wahrnehmen", mahnt Becker. OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz (Foto links) warnt sogar: "Wenn die Marktpartner sich nicht auf eine grundlegende Reform des bestehenden Systems einigen, besteht die Gefahr, dass die Branche wie in Frankreich staatlich geregelt wird. Das kann doch keiner wollen."

 

Die OWM hatte im vergangenen August bereits zu Gesprächen mit der Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG) aufgerufen. Das Treffen wurde allerdings aufgrund kartellrechtlicher Bedenken der Anwälte abgeblasen (kress.de vom 31. August 2007). Die Verbände geraten sich seitdem nur noch mehr in die Haare (kress.de vom 5. September 2007).

Nina Kirst

 

 

 nk

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.