Der kress-quotencheck.

04.02.2008
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Der kress-quotencheck: Drei Tagessiege für RTL Marktführer RTL hat an allen drei vergangenen Tagen die Quotencharts für sich entschieden. So siegte RTL am Sonntag mit der Komödie "Jungfrau, männlich, sucht...", am Samstag mit "Deutschland sucht den Superstar" und am Freitag mit "Wer wird Millionär?". Zuschauerstärkster Konkurrent war der ProSieben-Film "Minority Report", im Gesamtpublikum gewann "Inga Lindström: Sommer der Entscheidung" (ZDF).

Der kress-quotencheck:

 

Drei Tagessiege für RTL

Marktführer RTL hat an allen drei vergangenen Tagen die Quotencharts für sich entschieden. So siegte RTL am Sonntag mit der Komödie "Jungfrau, männlich, sucht...", am Samstag mit "Deutschland sucht den Superstar" und am Freitag mit "Wer wird Millionär?". Zuschauerstärkster Konkurrent war der ProSieben-Film "Minority Report". Die drei vergangenen Tage in der Einzelbetrachtung:

 

Der Sonntag: Komödie statt Spannung stand also auf dem Programm der werberelevanten Zielgruppe. "Jungfrau, männlich, sucht..." sahen 3,01 Mio 14- bis 49-Jährige bei RTL, ProSiebens Konkurrent "Minority Report" nur 2,29 Mio. Am Vorabend lief es hingegen genau umgekehrt: Dort schaffte der nervige RTL-"Hausfrauenstreik" nur 15,2%, ProSiebens "Galileo" hingegen hervorragende 16,3%. Die Kollegen von Sat.1 können insgesamt nur halb zufrieden sein. So blieb am Vorabend eine "Maddin in Love"-Folge mit 9,1% deutlich unter dem Senderdurchschnitt, die zweite Folge kam immerhin auf 12,1%. In der Prime Time gab es ordentliche 12,9% für "Navy CIS" und nicht so ordentliche 10,3% für "Numb3rs".

 

Der Samstag: Am Samstag dominierte RTL den Abend nach Belieben. 3,86 Mio Werberelevante sahen den Casting-Trash bei "Deutschland sucht den Superstar", 2,61 Mio blieben danach noch dran, als es "Das große Wiedersehen" der Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" gab. Die Konkurrenz hatte da nicht den Hauch einer Chance, am besten lief es noch bei ProSieben, deren "King Tut - Der Fluch des Pharao" immerhin noch 12,0% erreichte. Die Sat.1-Show "Jetzt wird eingeseift!" blieb mit 11,7% dahinter. Gute Zahlen gab es am Vorabend für die Bundesliga-"Sportschau" im Ersten, die sich im jungen Publikum Marktanteile um 20% erkämpfte.

 

Der Freitag: Den RTL-Dreifachsieg komplettiert hat "Wer wird Millionär?" am Freitag. 2,22 Mio 14- bis 49-Jährige sorgten für überdurchschnittlich gute 18,4%. Platz 2 ging an "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", auf der 3 folgt mit dem ProSieben-Film "Projekt: Peacemaker" der zuschauerstärkste RTL-Konkurrent. Direkt dahinter: der Bundesliga-Rückrunden-Auftakt mit der Live-Übertragung des Spiels zwischen Hansa Rostock und Bayern München im Ersten. Blamable Zahlen gab es hingegen für das Comedyprogramm von RTL und Sat.1. Bei RTL gab es 14,3% für "Angie", katastrophale 9,5% für "Herzog" und später ebenfalls miese 12,9% für die neue Show "Achtung! Hartwich". Sat.1 blamierte sich um 20.15 Uhr gleich mit 5,8% für "Alles typisch!", schaffte dann mit "3 ein Viertel" und "Hausmeister Krause" auch nur jeweils 6,1%, bevor "Die dreisten Drei" mit 7,7% ebenfalls komplett enttäuschten. Erst "Two Funny" sprang um 22.45 Uhr mit 12,7% auf gute Zahlen.

 

Die kleineren Sender: Auch das DSF atmete angesichts des Rückrundenstarts der Bundesliga auf. Endlich wieder große Fußballquoten. Am Sonntag kam der "Doppelpass" morgens um 11 Uhr auf hervorragende 7,1%, "Bundesliga - Der Sonntag" schaffte um 22 Uhr immerhin noch 3,0%. Konkurrent Eurosport kletterte am Sonntag abenfalls auf gute Zahlen: Der Ski-alpin-Weltcup kam mittags auf 2,8%. Erwähnenswert sind zudem die herausragenden 4,7% für die "Ein Herz und eine Seele"-Karnevalsfolge im WDR Fernsehen, sowie die 3,2% für dieselbe Sendung im NDR Fernsehen. 2,4% gab es zudem für die Phoenix-Reportage "Alltag in Berlin", 1,9% für den arte-Film "Der Flug des Phoenix". Am Samstag kletterte Eurosport mit der Junioren-WM im Biathlon auf 4,6%, das Bayerische Fernsehen sprang mit seinem James-Bond-Abend auf ungeahnte Höhen. 6,1% gab es um 20.15 Uhr für "Im Angesicht des Todes", 5,4% später für "Der Mann mit dem goldenen Colt" und 7,1% für "In tödlicher Mission". Am Freitag stach der Super-RTL-Film "Chihiros Reise ins Zauberland" mit 3,9% aus der Masse der Kleinen heraus, im DSF gab es 2,4% für die zweite Liga, bei Eurosport 4,4% für die Biathlon-Junioren-WM und im NDR Fernsehen grandiose 6,0% für eine "Tatort"-Wiederholung, sowie 3,4% für einen anschließenden "Polizeiruf 110". Der arte-Film "Wut" kam zudem auf gute 1,9%.

 

Das Gesamtpublikum: Insgesamt gab es nur einen Sieg für RTL - am Freitag. Dort sahen "Wer wird Millionär?" 6,62 Mio, mehr als "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" und die 19-Uhr-"heute"-Sendung (beide ZDF) auf den Rängen 2 und 3. Das Bundesliga-Livespiel im Ersten kam nur auf den vierten Platz der Tageswertung. Am Samstag siegte die 20-Uhr-"Tagesschau" mit 6,35 Mio Sehern vor "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) und der Bundesliga-"Sportschau" (Das Erste). Die höchste Zuschauerzahl des Wochenendes gab es jedoch am Sonntag - für die "Inga Lindström"-Schmonzette "Sommer der Entscheidung". 6,96 Mio träumten mit und wiesen die 20-Uhr-"Tagesschau" und den "Polizeiruf 110" in die Schranken.

 

Die Sendermarktanteile: Angesichts der Tagessiege fällt es nicht schwer, die Gewinner in der Senderwertung zu erraten: RTL, RTL und RTL. Am Sonntag gab es ausbaufähige 14,0%. Die reichten, um ProSieben (13,1%) und Sat.1 (8,9%) zu schlagen. Am Samstag erreichte RTL 15,8% und verwies ebenfalls ProSieben (10,6%) und Sat.1 (10,2%) auf die weiteren Plätze. Auch am Freitag gab es die gleiche Reihenfolge: RTL (14,4%) vor ProSieben (12,6%) und Sat.1 (9,9%). Im Gesamtpublikum gab es etwas mehr Abwechslung. Den Freitag entschied das ZDF mit herausragenden 17,3% für sich, am Samstag gewann Das Erste mit 12,9% und am Sonntag gab es einen Gleichstand zwischen dem Ersten und dem ZDF - beide erzielten 11,8%.

Jens Schröder

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