Hohe Erlöse für Fußball-Fernsehrechte in Frankreich.

08.02.2008
 

Telekomunternehmen sorgt für Schub: Hohe Erlöse für Fußball-Fernsehrechte in Frankreich Der französische Profi-Fußball hat unerwartet hohe Erlöse aus dem Verkauf seiner Fernsehrechte erzielt. Laut dem Ligaverband LFP werden 668 Mio Euro pro Saison für die Rechte fließen - 15 Mio Euro mehr als bisher. Zum Vergleich: Die Deutschen erlösen bislang rund 440 Mio Euro pro Saison. Ab 2008 garantiert DFL-Zwischenhändler Leo Kirch 500 Mio Euro pro Saison. Dass die Rechteverkäufer die Rekordsumme aus der vorigen Spielzeit entgegen aller Prognosen halten und sogar steigern konnten, resultiert aus dem Vorstoß der France-Telecom-Mobilfunktochter Orange: Laut "FTD" soll sie 203 Mio Euro für ein Rechtepaket auf den Tisch legen. Ein Modell für die Deutsche Telekom bei der kommenden Rechtevergabe?

Telekomunternehmen sorgt für Schub:

 

Hohe Erlöse für Fußball-Fernsehrechte in Frankreich

Der französische Profi-Fußball hat unerwartet hohe Erlöse aus dem Verkauf seiner Fernsehrechte erzielt. Laut dem Ligaverband LFP werden 668 Mio Euro pro Saison für die Rechte fließen - 15 Mio Euro mehr als bisher. Zum Vergleich: Die Deutschen erlösen bislang rund 440 Mio Euro pro Saison. Ab 2008 garantiert DFL-Zwischenhändler Leo Kirch 500 Mio Euro pro Saison. Dass die Rechteverkäufer die Rekordsumme aus der vorigen Spielzeit entgegen aller Prognosen halten und sogar steigern konnten, resultiert aus dem Vorstoß der France-Telecom-Mobilfunktochter Orange: Laut "FTD" soll sie 203 Mio Euro für ein Rechtepaket auf den Tisch legen.

 

Dafür darf sie ein Spitzenspiel am Freitagabend exklusiv über Internet, Breitbandfernsehen und Mobilfunk zeigen, Spieltags-Zusammenfassungen senden und Ligaspiele im Einzelabruf vermarkten. Der größte Batzen der Rechte bleibt beim Pay-TV-Sender Canal Plus, der 465 Mio Euro zahlt - Canal Plus hatte bisher 600 Mio Euro an LFP überwiesen. Die XXL-Summe resultierte aus dem Wettbieten mit dem damaligen Canal-Plus-Rivalen TPS - den hat Canal Plus mittlerweile geschluckt. Folglich war klar, dass aus der Bezahlecke diesmal nicht so viel Geld fließen würde.

 

Geht die Deutsche Telekom den France-Telecom-Weg?

 

Eine ähnlichen Strategie wie France Telecom wollte auch die Deutsche Telekom fahren: Bei der Vergabe der Bundesliga-TV-Rechte für den laufenden Vertrag hatte sich die Telekom für 45 Mio Euro die Rechte für Übertragungen über Breitbandverbindungen geangelt. Die Strategie wurde aber nur halbherzig umgesetzt, das Angebot kaum vermarktet. Ob die Telekom nun auch ein Gebot bei Kirch abgibt - unklar.

 

Fußballfreie Zone im Free-TV

 

Schwarz sehen bald bald französische Fußballfans, die kein Bezahlabo haben. Der Privatsender TF1 und das öffentliche Fernsehen, die bislang Zusammenfassungen im Free-TV zeigten, gingen leer aus - ein böses Omen für das Bieterrennen in Deutschland, dass in rund drei Wochen beginnen soll?

Marc Bartl

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