Zeitungsverlage wollen sich aus Pin-Insolvenzmasse bedienen

 

Reste-Rampe: Zeitungsverlage interessiert an Pin-Insolvenzmasse  Nach Informationen der "FTD" (Mittwochsausgabe) wollen sich mehrere Zeitungsverlage aus der Insolvenzmasse des Postzustellers Pin bedienen. Laut dem "Handelsblatt" soll Madsack an der Pin Mail Hannover (Citypost) Interesse haben, der Mittelbayerische Verlag an der Citymail Regensburg und der Holtzbrinck-Verlag mit der Mainpost an der Mainpost Logistik. Axel Springer werde ebenfalls genannt. Springer prüfe demnach einen Rückkauf der Punkt Direkt in Hamburg, um sie für die Zustellung der Anzeigen- und Wochenblätter zu nutzen. Weil die Sanierung und der Weiterverkauf des insolventen Postzustellers große Schwierigkeiten bereite, müssten die Insolvenzverwalter mehrere Tausend Arbeitsplätze streichen, berichtet die "FTD".

Reste-Rampe:

Zeitungsverlage interessiert
an Pin-Insolvenzmasse

Logo Pin Nach Informationen der "FTD" (Mittwochsausgabe) wollen sich mehrere Zeitungsverlage aus der Insolvenzmasse des Postzustellers Pin bedienen. Laut dem "Handelsblatt" soll Madsack an der Pin Mail Hannover (Citypost) Interesse haben, der Mittelbayerische Verlag an der Citymail Regensburg und der Holtzbrinck-Verlag mit der Mainpost an der Mainpost Logistik. Axel Springer werde ebenfalls genannt. Springer prüfe demnach einen Rückkauf der Punkt Direkt in Hamburg, um sie für die Zustellung der Anzeigen- und Wochenblätter zu nutzen.

 

Pin habe mit seinen 91 Niederlassungen als bundesweit aktiver Briefdienst keine Zukunft mehr. „Die Gruppe mit ihren gut 9.000 Mitarbeitern wird auseinanderfallen“, verlautete laut "FTD" aus dem Unternehmen. Ursprünglich wollte der Axel-Springer-Verlag als Mehrheitseigner von Pin in das Zustellgeschäft einsteigen. Dieses Vorhaben ist gescheitert und belastet Springer mit mehr als 600 Mio Euro.

 

Nach "FTD"-Informationen gibt es mehrere Unternehmen, die sich für eine Pin-Übernahme interessieren. Diese strategischen Investoren wollen jedoch nur den Zugriff auf die wenigen profitablen Töchter des Briefdienstleisters wie etwa Pin in Berlin. So hätten vor allem Zeitungsverlage, die ihre Zustellfirmen einst für einen hohen Preis an Pin und an Axel Springer verkauft hatten, großes Interesse an einem billigen Rückkauf. Offen ist, wie viele Pin-Niederlassungen eine Zukunft haben.

 

Die Sanierungsgeschäftsführer Horst Piepenburg und Hans-Joachim Ziems hätten immer noch keinen Investor für die gesamte Gruppe gefunden. 37 Pin-Firmen sind bereits insolvent. Bei rund zehn dieser Zustelltöchter laufen Ende Februar die Insolvenzgeldzahlungen aus. Deren Schließung habe „keine Konsequenzen für die Kunden“, versicherte Kübler. Die Postzustellung erfolge dann über externe Dienstleister. Weil die Sanierung und der Weiterverkauf des insolventen Postzustellers große Schwierigkeiten bereite, müssten die Insolvenzverwalter mehrere Tausend Arbeitsplätze streichen, berichtet die "FTD".

Eckhard Müller

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