Schleichwerbevorwürfe gegen Sabine Christiansen.

 

Schleichwerbevorwürfe: Christiansen unter einem schlechten Stern Gegen die Moderatorin Sabine Christiansen (Foto), 50, sind Schleichwerbevorwürfe laut geworden: Anfang Januar hatte sie im Ersten die Show "Mein 2008" moderiert, in der auch Daimler-Boss Dieter Zetsche auf der Couch saß. Die Nachrichtenagentur epd hat nun Anhaltspunkte dafür gefunden, dass schon damals eine PR-Vereinbarung Christiansens mit Daimler wirksam gewesen sei. Die Moderatorin selbst weist die Vorwürfe zurück: Ihr erstes Engagement als "Markenbotschafterin" habe erst nach Ablauf Ihrer "konkreten ARD-Verpflichtungen" Ende Januar 2008 stattgefunden. Die Entscheidung, Zetsche in die Show einzuladen, sei zudem "originär" überhaupt nicht von ihr getroffen worden.

Schleichwerbevorwürfe:

 

Christiansen unter einem schlechten Stern

Gegen die Moderatorin Sabine Christiansen, 50, (Foto) sind Schleichwerbevorwürfe laut geworden: Anfang Januar hatte sie im Ersten die Show "Mein 2008" moderiert, in der auch Daimler-Boss Dieter Zetsche auf der Couch saß. Die Nachrichtenagentur epd hat nun Anhaltspunkte dafür gefunden, dass schon damals eine PR-Vereinbarung Christiansens mit Daimler wirksam gewesen sei. Die Moderatorin selbst weist die Vorwürfe zurück: Ihr erstes Engagement als Markenbotschafterin habe erst nach Ablauf ihrer "konkreten ARD-Verpflichtungen" Ende Januar 2008 stattgefunden. Die Entscheidung, Zetsche in die Show einzuladen, sei zudem "originär" überhaupt nicht von ihr getroffen worden.

 

Dem epd liegt ein Entwurf der PR-Vereinbarung zwischen Christiansen und Daimler vor. Er ist nach Angaben der Nachrichtenagentur auf den Zeitraum zwischen 1. April 2007 und 31. März 2009 terminiert. Christiansen bekommt demnach für die Wahrnehmung von PR-Terminen zwei Mercedes-Benz-Fahrzeuge, ein Cabrio und einen Geländewagen, "kostenlos zur Verfügung" gestellt. Christiansen selbst macht in ihrer Stellungnahme keine Angabe zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und zum Geltungszeitraum der Vereinbarung, verweist aber darauf, dass ihr erster Auftritt für Daimler erst bei der Berliner Modewoche gewesen sei.

 

"Frau Christiansen versteht sich als unabhängige Journalistin, so dass eine irgendwie geartete Beeinflussung redaktioneller Inhalte der von ihr moderierten Sendung durch die benannte Markenbotschaftertätigkeit nach ihrem Selbstverständnis bereits ausgeschlossen ist", schreibt ihr Sprecher Jens-Stefan Hübel in einer Presseerklärung. Zetsche sei zudem von der Gästeredaktion "in Absprache mit der zuständigen NDR-Redaktion eingeladen, nachdem nachweisbar viele andere Vorstandsvorsitzende deutscher Großunternehmen abgesagt hatten". Die Auswahl und Einladung sei "ausschließlich nach rein redaktionellen Kriterien" erfolgt. Auch der NDR habe in seinem Schreiben an den epd darauf hingewiesen, "dass es im Hinblick auf die Richtlinien zur Trennung von Werbung und Programm nichts zu beanstanden gab".

hk

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