Thomas Schmid übernimmt die redaktionelle Gesamtverantwortung für alle "Welt"-Titel.

 

Knaller bei der Springer-PK: Keese beendet "Welt"-Herrschaft Christoph Keese (Foto), 43, wird zum 1. April einen neuen Job bei Axel Springer antreten: Er wird Konzerngeschäftsführer Public Affairs des Konzerns - eine Art Chef-Lobbyist. Bisher war Keese Chefredakteur von "Welt am Sonntag" und "Welt Online" sowie Sprecher der Chefredakteursrunde von "Welt"-Gruppe / "Berliner Morgenpost". Die redaktionelle Gesamtverantwortung für alle "Welt"-Titel bekommt in Zukunft Thomas Schmid, 62, bisher nur "Welt"-Chefredakteur. Noch ein Knaller aus dem Haus Springer: Ulf Poschardt, 40, geschasster "Vanity Fair"-Chefredakteur, kehrt im Range eines stellvertretenden Chefredakteurs zur "WamS" zurück.

Knaller bei der Springer-PK:

 

Keese beendet "Welt"-Herrschaft

Christoph Keese (Foto), 43, wird zum 1. April einen neuen Job bei Axel Springer antreten: Er wird Konzerngeschäftsführer Public Affairs des Konzerns - eine Art Chef-Lobbyist. Bisher war Keese Chefredakteur von "Welt am Sonntag" und "Welt Online" sowie Sprecher der Chefredakteursrunde von  "Welt"-Gruppe / "Berliner Morgenpost". Die redaktionelle Gesamtverantwortung für alle "Welt"-Titel bekommt in Zukunft Thomas Schmid (Foto unten), 62, bisher nur "Welt"-Chefredakteur. Noch ein Knaller aus dem Haus Springer: Ulf Poschardt, 40, geschasster "Vanity Fair"-Chefredakteur, kehrt im Range eines stellvertretenden Chefredakteurs zur "WamS" zurück.

 

In einer Mitteilung definiert Springer Keeses zukünftige Aufgaben so: Er solle "die Interessen der Gesellschaft national sowie international gegenüber dem öffentlichen Sektor vertreten" und berichte direkt an Vorstandsboss Mathias Döpfner. Der Springer-Boss selbst war bei der Bilanz-PK seines Unternehmens in Berlin am Mittwoch bemüht, die Keese-Personalie nicht als Abstieg erscheinen zu lassen. Keese solle im Dienst des Konzerns vor allem gegen Werbeverbote kämpfen - das sei ein in Deutschland unterschätztes Thema.

 

Thomas Schmid sei wegen "seiner Genauigkeit im Urteil, seiner Verlässlichkeit in der journalistischen Führung und seiner Unbeugsamkeit hinsichtlich der Textqualität" eine "Idealbesetzung für die qualitative Weiterentwicklung der gesamten Gruppe", so Döpfner weiter. In Schmids Verantwortung als Chefredakteur fallen neben "Welt" und "Welt am Sonntag" auch "Welt Kompakt" und "Welt Online". Die Redaktion der "Berliner Morgenpost" hört hingegen nur auf das Kommando von Chefredakteur Carsten Erdmann, 41. Oliver Michalsky, 43, Redaktionsleiter von "Welt Online", wird stellvertretender Chefredakteur "Welt Online".

hk

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