Depenbrock will 150 Stellen bei Berliner Verlag und Hamburger Morgenpost abbauen.

 

Der Sparkommissar schlägt wieder zu: Depenbrock will 150 Stellen abbauen Josef Depenbrock (Foto), der Chef der BV Deutsche Zeitungsholding (Berliner Verlag, "Hamburger Morgenpost", Netzeitung) will 150 der insgesamt 930 Stellen abbauen. Dies teilte Depenbrock, der gleichzeitig Chefredakteur der "Berliner Zeitung" ist, dem Betriebsrat am Montag vormittag mit. Bei der "Berliner Zeitung" soll die Redaktion laut Betriebsrats-Chefin Renate Gensch von 130 auf 90 Stellen verkleinert werden. Über den genauen Zeitrahmen habe sich Depenbrock ausgeschwiegen. "So schnell wie möglich" solle der Abbau losgehen. Doch wo außer in der Redaktion noch gespart werden soll, verschwieg Depenbrock ebenso. Laut Gensch setze er auf die Unterstützung des Betriebsrates, diese habe man ihm verweigert. Denkbar ist laut Insidern eine Ausgliederung von EDV-, Vertriebs und Anzeigenabteilungen der Zeitungsholding.

Der Sparkommissar schlägt wieder zu:

 

Depenbrock will 150 Stellen abbauen

Josef Depenbrock (Foto), der Chef der BV Deutsche Zeitungsholding (Berliner Verlag, "Hamburger Morgenpost", Netzeitung) will 150 der insgesamt 930 Stellen abbauen. Dies teilte Depenbrock, der gleichzeitig Chefredakteur der "Berliner Zeitung" ist, dem Betriebsrat am Montag vormittag mit. Bei der "Berliner Zeitung" soll die Redaktion laut Betriebsrats-Chefin Renate Gensch von 130 auf 90 Stellen verkleinert werden. Über den genauen Zeitrahmen habe sich Depenbrock ausgeschwiegen. "So schnell wie möglich" solle der Abbau losgehen. Doch wo außer in der Redaktion noch gespart werden soll, verschwieg Depenbrock ebenfalls. Laut Gensch setze er auf die Unterstützung des Betriebsrates, diese habe man ihm verweigert.

 

Denkbar ist laut Insidern eine Ausgliederung von EDV-, Vertriebs und Anzeigenabteilungen der Zeitungsholding. Beim Stadtmagazin "Tip" sollen 17 Stellen wegfallen. Die Depenbrock´schen Sparvorgaben kommen direkt aus London, wo David Montgomery mit seiner Mecom Group sitzt, der die BV Holding gehört. Durch hartes Cost-Cutting sollen Umsatzrenditen von über 20% erzielt werden. Denn Mecom muss die Forderungen seiner Investoren bedienen. Für Investments in die Zukunft, beispielsweise in konkurrenzfähige Online-Auftritte, ist das Geld knapp. Zumindest der abbaubedrohte "Tip" legte vergangene Woche einen Relaunch hin.

 

Bereits am 6. Juni protestierten die Chefredakteure der niederländischen Wegener Newspapers schriftlich gegen Montgomerys Strategie einer "permanenten Kostenreduzierung": "Seit Mecom unser Unternehmen gekauft hat", heißt es in dem Brief, "sind wir mit einer finanziellen Kurzfrist-Politik konfrontiert. Eine Vision für den Markt gibt es nicht, und es herrscht schon seit Monaten ein kompletter Mangel an Führung und Richtung. Auf diese Weise kannibalisiert Wegener seine eigene Zukunft."

 

 

Depenbrock wollte sich wie üblich zu den Vorgängen im Verlag und seinen Plänen nicht äußern.

Christian Meier

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