Nokia schickt Symbian in die Schlacht.

25.06.2008
 cl
 

Einzige Chance gegen Google: Nokia schickt Symbian in die Schlacht Noch ist Nokia mit seinem bevorzugten Betriebssystem "Symbian" führend bei den Smartphones und mit einem Marktanteil von knapp 40% auch Gesamtmarktführer bei den Mobiltelefonen. Doch auch die Finnen lesen die Nachrichten über das angekündigte "Android" von Google (kress.de vom 23. Juni 2008) und den Erfolg von Apples "iPhone". Zudem konnte sich Research In Motion (RIM) mit seinem "Blackberry" in der Geschäftwelt fest etablieren. Nun hat Nokia den Anbieter seines Haus- und Hofbetriebssystems "Symbian" vollständig geschluckt. Wieso Nokia eigentlich keine Alternative blieb und was es mit der neu gegründeten Symbian Foundation auf sich hat, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Einzige Chance gegen Google:

Nokia schickt Symbian in die Schlacht

Noch ist Nokia mit seinem bevorzugten Betriebssystem "Symbian" führend bei den Smartphones und mit einem Marktanteil von knapp 40% auch Gesamtmarktführer bei den Mobiltelefonen. Doch auch die Finnen lesen die Nachrichten über das angekündigte "Android" von Google (kress.de vom 23. Juni 2008) und den Erfolg von Apples "iPhone". Zudem konnte sich Research In Motion (RIM) mit seinem "Blackberry" in der Geschäftwelt fest etablieren. Nun hat Nokia den Anbieter seines Haus- und Hofbetriebssystems "Symbian" vollständig geschluckt.

 

Was wäre die Alternative gewesen? "Sie hätten ein völlig neues System entwickeln müssen. Da ist es sinnvoller, den etablierten Marktführer als Quasistandard neu zu etablieren", so Nikolaus Mohr von Accenture gegenüber dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Auch vor der Ankündigung war Nokia schon maßgeblich an der Software-Schmiede beteiligt. Der wirkliche Clou an der Sache ist jedoch nicht die Übernahme, sondern die Gründung einer Symbian Foundation, an die Nokia das Betriebssystem "Symbian" und das darauf basierende "S60" weiterreichen wird. Dieser offenen Allianz gehören AT&T, LG Electronics, Samsung, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone an. Sony Ericsson and Motorola werden ihr "Symbian"-Derivat "UIQ" beisteuern, der japanische Mobilfunkkonzern DOCOMO sein "MOAP(S)". In den kommenden zwei Jahren soll dann ein einheitliches und vor allem lizenzfreies Open-Source-Betriebssystem entwickelt werden.

 

Nokia auf dem Weg zum Internetkonzern 

 

All dies passt in die Strategie Nokias, zum Internetkonzern zu werden. Ein einheitliches Betriebssystem statt dem aktuellen Wirrwarr bei Symbian mit seinen verschiedensten Versionen ist dafür bestimmt eine gute Grundlage. Auf seinem Weg zum Inhalteanbieter im Internet ist dies nur der aktuellste und PR-trächtigste Schitt. In jüngster Vergangenheit hat sich der Konzern Anbieter für mobile Werbung (Enpocket), zum Austausch von Medien (Twango) und digitalen Karten (Navteq) einverleibt. Letztere Aquisition wird jedoch noch von der Europäischen Kommission geprüft. Gebündelt werden soll das ganze dann unter der Dachmarke "Ovi", auf deren Portal sich jetzt schon Spiele (N-Gage), Musik und Karten herunterladen lassen.

Christian Lohmüller 

 cl

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