Verstöße gegen die neuen Glücksspiel-Vorschriften: Jauchs SKL-Show vor dem Aus.

16.07.2008
 
 

Verstöße gegen neue Glücksspiel-Regeln:  RTL nimmt SKL-Show aus dem Programm Die von Günther Jauch (Foto) moderierte RTL-Fernseh-Lotterie "SKL-Show" verschwindet vorerst aus dem Programm. Laut einem SZ-Bericht (Donnerstagsausgabe) kollidiert die Show, bei der man bis zu 5 Mio Euro abräumen kann, mit neuen Vorschriften für Glücksspiele. Dem Bericht zufolge hat die für RTL zuständige niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) dem Sender das Verbot in einem Schreiben vom 1. Juli mitgeteilt. Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) bestreitet das: Ein Verbot der Show durch die NLM liege nicht vor. Die NLM habe zunächst in einem Schreiben an die Glückspielaufsichtbehörde vom 6. Mai 2008 die rundfunkrechtliche Zulässigkeit bestätigt. In einem weiteren Schreiben der NLM an RTL vom 1. Juli 2008 sei hingegen mitgeteilt worden, dass eine rundfunkrechtliche Unbedenklichkeit unter Berücksichtigung des Glücksspielstaatsvertrages derzeit nicht bescheinigt werden könne. Laut SKL hat der Gesetzgeber im neuen Glücksspielstaatsvertrag explizit eine Ausnahmeregelung vom Verbot der Fernsehwerbung festgeschrieben, unter die auch die SKL-Show falle. Deshalb geht man bei der SKL davon aus, dass es im Rahmen der geltenden rechtlichen Vorgaben zu einer Lösung für eine Fortführung der Show kommen wird.  

Verstöße gegen neue Glücksspiel-Regeln:

 

RTL nimmt SKL-Show aus dem Programm

Die von Günther Jauch (Foto) moderierte RTL-Fernseh-Lotterie "SKL-Show" verschwindet vorerst aus dem Programm. Laut einem "SZ"-Bericht (Donnerstagsausgabe) kollidiert die Show, bei der man bis zu 5 Mio Euro abräumen kann, mit neuen Vorschriften für Glücksspiele. Dem Bericht zufolge hat die für RTL zuständige niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) dem Sender das Verbot in einem Schreiben vom 1. Juli mitgeteilt. Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) bestreitet das: Ein Verbot der Show durch die NLM liege nicht vor. Die NLM habe zunächst in einem Schreiben an die Glückspielaufsichtbehörde vom 6. Mai 2008 die rundfunkrechtliche Zulässigkeit bestätigt. In einem weiteren Schreiben der NLM an RTL vom 1. Juli 2008 sei hingegen mitgeteilt worden, dass eine rundfunkrechtliche Unbedenklichkeit unter Berücksichtigung des Glücksspielstaatsvertrages derzeit nicht bescheinigt werden könne. Laut SKL hat der Gesetzgeber im neuen Glücksspielstaatsvertrag explizit eine Ausnahmeregelung vom Verbot der Fernsehwerbung festgeschrieben, unter die auch die SKL-Show falle.

 

In einem Schreiben an die SKL habe das bayerische Innenministerium im Namen der Glückspielaufsichtbehörde diesen Standpunkt geteilt, wenn im Rahmen der Show Modifizierungen vorgenommen würden. Dazu gehörten u.a. der Verzicht auf das Telefongewinnspiel und die Nennung der Kandidatenhotline. Die SKL habe sich dazu bereits bereit erklärt. Deshalb geht man bei der SKL davon aus, "dass es im Rahmen der geltenden rechtlichen Vorgaben zu einer Lösung für eine Fortführung der Show kommen wird". In Kürze soll es Gespräche mit den an den Entscheidungen beteiligten Institutionen geben. Hintergrund: Die SKL ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in München. Träger sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.

 

Bei RTL verschwindet die SKL-Show vorerst vom Bildschirm. Eine RTL-Sprecherin sagt, aufgrund der derzeitigen Rechtslage habe der Sender die Show aus der Planung genommen.

 

Aus Sicht der NLM liegt ein "eindeutiger Fall" vor: Die SKL sei Sponsor dieser Sendung. Die niedersächsische Anstalt beruft sich darauf, dass die Fernseh-Werbung für öffentliche Glücksspiele nunmehr untersagt ist - die Bundesländer haben die Vorschriften Anfang 2008 verfügt.

 

Das Verbot der seit zehn Jahren bestehenden SKL-Show wäre einer der bislang spektakulärsten Eingriffe bei Lotto und Toto, Casinos und Klassenlotterien. Der Lottoverband warnt vor einer Zerstörung der "deutschen Glücksspielkultur".

Marc Bartl

 

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